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Personalien

John Galliano

John Galliano, 50, ehemaliger Stardesigner von Dior und angeklagt wegen rassistischer Pöbeleien, hat kurz vor dem Gerichtstermin seinen Anwalt verloren. Der einst gefeierte Modeschöpfer müsste sich eigentlich auf seinen Prozess am 22. Juni in der französischen Hauptstadt vorbereiten, in dem er sich für antisemitische Ausfälle und Hitler-Parolen in einer Pariser Brasserie zu verantworten hat. Nun tritt Galliano aber erst einmal selbst als Kläger auf - gegen seinen eigenen Rechtsbeistand Stéphane Zerbib. Der habe sein Vertrauen missbraucht und rund drei Millionen Euro seines Vermögens unterschlagen, behauptet der Brite. Die Beträge seien ohne sein Wissen von seinem Konto abgebucht worden. Zerbib weist jede Schuld von sich. "Mehrere Millionen können doch nicht einfach unbemerkt von der Bildfläche verschwinden", so der geschasste Jurist. Er hat jetzt seinerseits Galliano wegen Rufschädigung angezeigt. Nach fünf Jahren Zusammenarbeit mit dem Designer wundere er sich allerdings über nichts mehr, sagt Zerbib resigniert: "Das ist John - der ist nun einmal so."

DER SPIEGEL 21/2011
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