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DER SPIEGEL

AUSSTELLUNGENBotticelli und die Banken

Banken sind nicht besonders beliebt und müssen deshalb in ihr Image investieren - eine Erkenntnis, die einigen Bankiers in Italien schon vor 500 Jahren kam. Damals war Florenz einer der wichtigsten Bankenplätze der Welt, und die Familien Medici und Strozzi waren mächtiger als heute Goldman Sachs. Um ihren Einfluss zu mehren, beauftragten die Florentiner Bankiers die besten Künstler ihrer Zeit - eine Prestigeangelegenheit, die bis dahin Kirche und Königshäuser für sich beansprucht hatten. Von Samstag dieser Woche an zeigt eine Ausstellung im Palazzo Strozzi in Florenz einige der prächtigsten Ergebnisse dieses Mäzenatentums: "Geld und Schönheit. Bankiers, Botticelli und das Fegefeuer der Eitelkeiten" präsentiert mehr als hundert Meisterwerke von Renaissance-Malern wie Sandro Botticelli oder Marinus van Reymerswaele (bis 22. Januar). Sie zeigen Bankiers in Heldenpose oder Geldwechsler beim Zählen von Münzen. Die Investition in Kunst hat sich in jedem Fall gelohnt: Viele der Bilder sind heute unbezahlbar.

DER SPIEGEL 37/2011
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