Briefe
Gott, was für ein Schalk
Leichtfuß Luftikus Gottschalk, nach diesem Interview sollte man sein Urteil überdenken.
Mandelbachtal (Saarl.),
Karl Stiller
Gottschalk hat mit diesem Gespräch mehr für die katholische Kirche und ihre Akzeptanz geleistet, als es mancher wohlgesetzte Hirtenbrief oder gar eine Enzyklika aus Rom - bei allem gehörigen Respekt vor dem Papst- und Bischofs-Wort - zu leisten imstande sind.
Oberägeri (Schweiz) Dr. Werner Niedzwicki,
Eine Kurzfassung von Gottschalks Standpunkt: Das ganze Leben ist eine Show; und dabei spielt die katholische Kirche die Rolle einer besonders anheimelnden und zugleich voll zeitgemäßen Show! Dass es mir außergewöhnlich gutgeht, ist ein hinreichender Beweis für die Existenz Gottes! Was soll ich mir da noch mein Hirn mit Nachdenken über die Welt zermartern?
Jena,
Prof. Dr. Eberhard Müller
Gottschalk liefert ein Musterbeispiel für eine frühkindliche Indoktrination, die es ihm im Alter trotz seiner intellektuellen Fähigkeiten unmöglich macht, sich von seinem naiven Kinderglauben zu lösen.
Eppstein/Taunus Dietrich Mayer
Über die Äußerungen Gottschalks werden alle diejenigen jubeln, die der Kirche und der Theologie in Wirklichkeit keine Fragen stellen wollen. Wenn überhaupt in unserer Zeit etwas von Gott übrig bleibt, dann sollte man die Frage nicht daran festmachen, ob Gott auf wunderbare Weise Nachttischlampen aus- und anmacht, sondern dass er überhaupt nichts tut, dass er auf kein Geschrei der Verzweiflung jemals hört. Richard Dawkins' Wut ist mir in diesem Sinne gläubiger als alles andere. Damit Sie mich nicht missverstehen: Ich bin auch ein gläubiger Mensch, aber nicht auf diese Weise.
Hollnseth (Nieders.),
Michael Schwieger
Gott, was für ein Schalk ist dieser Entertainer, bei dem Religion Entertainment ist (so lässt es sich leichter leben) und das Abendmahl zur Superwette mutiert.
Hamburg,
Dr. Helmut Grossmann
Wie dieser erfolgreiche und prominente Fernsehmoderator sich positiv und persönlich bekennend zu christlichem Glauben und Kirche äußert, hebt sich wohltuend ab von den Stimmen, die bei solchen Fragen nicht müde werden, vor allem ihre eigene Distanziertheit dazu zur Sprache zu bringen, oder sogar für das Thema nur Häme und Spott übrighaben.
Bielefeld,
Hans-Jürgen Feldmann