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BANKEN

HRE strebt ins Geschäft mit Tagesgeld

Die verstaatlichte Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) will ins Geschäft mit Tagesgeldkonten einsteigen. Die affärengeschüttelte Bank sucht so offenbar eine neue Geldquelle, um ihr Stammgeschäft zu refinanzieren. Bislang ist die HRE darauf angewiesen, sich über andere Banken oder den Kapitalmarkt frisches Geld zu verschaffen. Sie verfügt nicht über Kundeneinlagen, sondern gibt mit Krediten besicherte Pfandbriefe aus oder unbesicherte Schuldverschreibungen. Wegen des großen Misstrauens der Banken untereinander ist diese Art der Geldbeschaffung zuletzt für viele Institute schwierig geworden. Vor allem im Sparkassenlager dürfte die neue Strategie der HRE Kritik auslösen. Die öffentlichen Banken hatten in der Vergangenheit bereits beklagt, dass die staatlich gestützte Commerzbank den Rückhalt des Bundes ausnutze, um mit Kampfkonditionen Kunden zu werben. Auch die HRE dürfte als Neuling im Tagesgeldmarkt nur dann eine Chance haben, wenn sie bei ihren Tagesgeldkonten mit den höchsten Angeboten im Markt mithalten kann.

DER SPIEGEL 49/2011
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