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FAMILIEN

Kita wäre besser

In den Reihen der CSU regt sich Widerstand gegen das geplante Betreuungsgeld. Die Europa-Abgeordnete Monika Hohlmeier fürchtet, dass besonders Familien aus bildungsfernen Schichten das Geld nicht zum Wohl ihrer Kinder einsetzen: "Diese Familien können oder wollen ihre Kinder nicht fördern und schädigen sie im Extremfall sogar. Hier wäre es gut, wenn die Kinder so früh wie möglich zusätzliche Förderung und Betreuung von öffentlicher Seite bekommen." Hohlmeiers CSU-Kollegin, die Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl, hält zwar an der Parteilinie fest, teilt aber die Bedenken ihrer Kollegin: "Frühkindliche Bildung halte ich besonders bei Familien mit Migrationshintergrund für wichtig." Ab 2013 sollen Eltern, die ihre Kinder im zweiten Lebensjahr nicht in einer Kita betreuen lassen, zunächst 100 Euro monatlich bekommen. Von 2014 an soll der Betrag auf 150 Euro pro Monat steigen und dann für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr gezahlt werden. In der vergangenen Woche hatte EU-Sozialkommissar László Andor das Betreuungsgeld kritisiert. Statt Eltern zum Daheimbleiben zu animieren, solle der Staat besser für mehr Krippenplätze sorgen.

DER SPIEGEL 6/2012
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