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OLYMPISCHE SPIELE

Barfuß aufs Podest

Britische Athleten drohen ihrem nationalen Olympischen Komitee damit, mögliche Medaillen bei den Sommerspielen in London ohne Schuhe entgegenzunehmen, notfalls barfuß. Das haben die Agenten mehrerer Spitzensportler aus dem Vereinigten Königreich angekündigt. Grund für die Provokation ist ein Vermarktungsstreit zwischen den beiden Ausrüstungsrivalen Adidas und Nike. Während Adidas offizieller Sponsor der Spiele ist und das britische Team ausstattet, sponsert Nike einige Medaillenhoffnungen des Gastgebers, etwa Radrennfahrer Mark Cavendish, Langstreckenläufer Mo Farah und Marathon-Weltrekordhalterin Paula Radcliffe. Zwar dürfen die britischen Athleten im Wettkampf die Schuhmarke ihrer Wahl tragen, die British Olympic Association (BOA) verpflichtet sie jedoch explizit, das Siegerpodest ausschließlich in Adidas-Schuhen zu betreten. Die Sportler interpretieren das als Regelverschärfung, sie würden gezwungen, die Verträge mit ihren Privatsponsoren zu verletzen. Zudem werfen sie der BOA vor, die Spiele zu ihrem Nachteil zu vermarkten. Auch die deutschen Sportler müssen eine Athleten-Vereinbarung unterschreiben, mit der sie sich verpflichten, nur die vorgesehene Olympiakleidung zu tragen. Schuhe werden darin nicht erwähnt.

DER SPIEGEL 7/2012
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