FINANZAFFÄREN
Razzia bei Bekannten
Eine Riege altbekannter Verdächtiger spielt auch bei den Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf illegale Marktmanipulation eine tragende Rolle. Vorvergangene Woche hatten rund 200 Polizisten und 11 Staatsanwälte knapp 90 Objekte im In- und Ausland durchsucht, um einem Netzwerk von mutmaßlichen Börsenbetrügern nachzuspüren. Sie sollen Aktienkurse kleinerer Firmen gezielt nach oben gedrückt und anschließend Kasse gemacht haben. Knapp ein Dutzend der gut 30 Beschuldigten, darunter vor allem Autoren von Finanzmedien oder Börsenbriefen, wird von den Fahndern schon seit längerem beobachtet. Ihre Namen tauchten bereits vor etwa zwei Jahren in Ermittlungsakten zum Verfahren gegen die beiden Ex-Aktionärsschützer Markus Straub und Tobias Bosler auf. Beide stehen zurzeit in München wegen ähnlicher Vorwürfe vor Gericht und wollen einen Freispruch durchsetzen. Einer ihrer früheren Spezls, der ehemalige "Focus Money"-Journalist Oliver Janich, ist nun erneut ins Visier der Ermittler geraten. Er habe nichts "Widerrechtliches oder Unmoralisches getan", beteuert er.