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TEXTILINDUSTRIE

Gemeinsame Standards

Künftig wollen die weltweit größten Bekleidungsunternehmen mit gemeinsamen Standards messen, wie umweltfreundlich und sozialverträglich ihre T-Shirts, Hosen und Schuhe hergestellt werden. Dafür haben sich unter anderem die Otto Group, H&M, Nike, Adidas, Gap, Inditex und Walmart zur "Sustainable Apparel Coalition" zusammengeschlossen. Von Juli an soll anhand eines eigens entwickelten Indexes etwa der Wasser- und Energieverbrauch, aber auch der Einsatz von Chemikalien bei der Textilproduktion erfasst werden. Außerdem sollen die sozialen Bedingungen in den Produktionsländern verbessert werden. Der Index erfasst Daten von der Rohstoffgewinnung über die Weiterverarbeitung bis hin zur Nutzung des Produkts durch die Kunden. Spätestens ab Ende des Jahres sollen erste Kleidungsstücke einen Anhänger tragen, auf dem genau diese Daten zu finden sind. Kunden können dadurch zum ersten Mal die Produktionsbedingungen nachvollziehen und diese vergleichen. Bisher haben mehr als 400 Produkte von über 80 Unternehmen eine Testphase durchlaufen. Die teilnehmenden Unternehmen erwirtschaften rund ein Drittel des weltweiten Textilumsatzes, außerdem gehören Vorlieferanten, Farbhersteller, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler zu den Mitgliedern.

DER SPIEGEL 24/2012
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