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Horst Seehofer,

46, Bonner Gesundheitsminister, wird durch eigene, rund ein Jahr zurückliegende Erfahrungen darin bestärkt, den Kostenanstieg im Krankenhaus durch rigorose Vorschriften zu begrenzen. Sein Schwiegervater sei mit einer Nierenkolik zunächst in ein falsches Krankenhaus eingewiesen worden. Die Klinik hatte keinen Nierensteinzertrümmerer. Trotzdem sei der Patient, ohne daß irgend etwas mit ihm geschehen sei, dort einige Tage "verwahrt" worden. Dann sei er in der Woche vor Ostern in ein anderes Hospital verlegt worden. Am Gründonnerstag habe er, Seehofer, seinen Schwiegervater besucht. Daraufhin sei der sofort nach Hause entlassen worden mit der Bitte, in der nächsten Woche wiederzukommen. Dann werde er behandelt. Seehofer: "Die hatten mich natürlich erkannt. Wenn ich ihn nicht besucht hätte, dann hätten sie ihn auch über Ostern dabehalten, nichts gemacht und abgerechnet."

DER SPIEGEL 11/1996
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