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DONNERSTAG, 10. Juli

Von Wellershoff,

17.40 - 18.45 UHR ZDF

Ein Fall für zwei

Gerade ist Rainer Hunold alias Dr. Franck aus dem Abendprogramm geschossen worden und hat die Kanzlei dem aufstrebenden Dr. Voss (Mathias Herrmann) übergeben, da fängt er im Vorabendprogramm, jung und schlank, wieder von vorne an: Das Leben ist ein Kreis, und der schließt sich im Sommerloch offenbar besonders schnell.

20.15 - 22.00 UHR 3SAT

Nächtliches Indien

"Ein Buch über die Unmöglichkeit, wiederzufinden, was man verloren hat: die Zeit, die Menschen, das eigene Abbild, die Geschichte", so heißt es im Anhang zu Antonio Tabucchis Roman "Notturno indiano", und ausgerechnet der französische Gangsterfilm-Regisseur Alain Corneau hat 1989 das fast Unmögliche gewagt, diese Reise ins Selbst zu verfilmen: Xavier Rossignol (Jean-Hugues Anglade), ein Mann Mitte 30, reist nach Indien, um dort seinen verschollenen Freund Mr. Nightingale zu suchen. Doch er trifft nur auf Menschen, die reden, um zu verschweigen, daß sie nichts wissen. Pompöse Fassaden, leuchtende Horizonte und seltsame Räume sind Hintergründe für einen Einsamen, dessen Blick nach innen gerichtet ist. Und nur dort kann er finden, was er in der fremden Welt gesucht hat.

20.45 - 23.50 UHR ARTE

Themenabend: Wohin führt der Islam?

Etwa 2,5 Millionen Moslems leben in Deutschland, davon sind 80 Prozent Türken. In Reportagen aus Berlin, Duisburg und Frankreich soll der islamische Fundamentalismus untersucht und die Frage geklärt werden, ob die multikulturelle Gesellschaft ein realistisches Zukunftsmodell ist. Zum Schluß diskutieren Islamisten und der Harvard-Professor Samuel Huntington ("Kampf der Kulturen") die Frage, wohin der Islam führt.

22.10 - 23.10 UHR KABEL 1

Die Zockerprofis von Las Vegas

30 Millionen Menschen kamen im vergangenen Jahr in die Stadt des Glücksspiels, um Millionäre zu werden oder wenigstens das Urlaubsgeld zurückzugewinnen. Von den zehn größten Hotels der Welt stehen neun in Las Vegas. In den riesigen Hallen spielen auch Profis mit System gegen den Zufall an. Zwei deutsche Berufszocker führen in die Kunst des Gewinnens - und Verlierens - ein.

DER SPIEGEL 28/1997
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