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DER SPIEGEL

Hausmitteilung Betr.: Geldwäsche

Hausmitteilung Betr.: Geldwäsche, russische A-Bomben
Erste Hinweise auf milliardenschwere Fälle von Geldwäsche für Drogenbarone und andere Großkriminelle in Deutschland erhielt der SPIEGEL vergangenen Sommer. Monatelang gingen SPIEGEL-Korrespondenten den Hinweisen nach. Helmut Sorge aus dem Pariser Büro, der zuvor bei Recherchen in US-Zuchthäusern wie San Quentin auf die Frage nach dem Verbleib der Gelder einsitzender Drogenkrimineller gestoßen war, sprach mit Fahndern der amerikanischen Drogenbehörde Dea über die Ströme des Geldes in den USA und nach Europa. SPIEGEL-Reporter Joachim Preuß saß inkognito am Tisch, als Mafiosi aus Italien Koffer voller Lira gegen Mark eintauschen wollten. Die SPIEGEL-Büros in Basel, Budapest, Moskau, Prag, Rom, Warschau und Wien gingen Transaktionen in ihren Ländern nach.
Die Düsseldorfer SPIEGEL-Korrespondenten Hans Leyendecker und Richard Rickelmann haben die internationale Verzahnung von Verbrechen und scheinbar ehrbarer Kaufmannstätigkeit ausgeforscht. Sie trafen sich mit Geldwäschern, waren dabei, als Fahnder in der Szene ein Scheingeschäft über 3,7 Millionen Mark anbahnten, und verfolgten kriminelle Geldtransfers bis in die Türkei. Ergebnis ist eine dreiteilige Serie, die in diesem Heft beginnt (Seite 130).

DER SPIEGEL 9/1992
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