28.07.2011
Formel 1
Heidfeld sieht Kritik gelassen, Sauber verlängert Verträge
Renault-Pilot Heidfeld: "Wir sprechen am Freitag"
Hamburg - Betont gelassen hat Nick Heidfeld auf die Kritik seines Renault-Teamchefs Eric Boullier reagiert. "Ich bin lange genug in der Formel 1, um zu wissen, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wird. Man weiß nie, was dazugereimt oder reininterpretiert wurde", sagte der Formel-1-Pilot, der nun die Aussprache sucht. "Es hört sich kritisch an. Aber bevor ich darauf antworte, möchte ich mit ihm selbst reden. Ich habe mit ihm ausgemacht, dass wir am Freitag sprechen." Dann beginnt das Freie Training vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).
In französischen Medien war Boullier mit den Worten zitiert worden, Heidfeld sei eine Enttäuschung. Er habe von dem 34-Jährigen mehr erwartet, Heidfeld habe nicht die Führungsrolle angenommen und sich nicht im Team etabliert. Heidfelds beste Platzierung war ein dritter Platz beim zweiten Rennen in Malaysia, in der Gesamtwertung liegt er auf dem achten Rang. Im Qualifying war der Deutsche nur dreimal schneller als sein Teamkollege Witali Petrow aus Russland.
Heidfeld sieht seine Leistungen anders: "Es war keine perfekte, aber eine gute Saison. Sicher gut genug, um weiter um ein Cockpit kämpfen zu können." Seine Zukunft im Rennstall hängt auch von der Genesung von Robert Kubica ab. Der Pole hatte sich im Februar bei einem Rallye-Unfall schwer verletzt. Mögliche Alternativen hält sich Heidfeld bereit: "Man muss die Augen natürlich immer offen halten. Ich bin lange genug dabei, da gibt es immer Kontakt."
Sauber hält an Fahrer-Konstellation fest
Planungssicherheit für die kommende Saison haben dagegen drei Sauber-Piloten. Der Schweizer Rennstall verlängerte mit Kamui Kobayashi und Sergio Pérez sowie mit Testfahrer Esteban Gutiérrez. "Wir sind sehr zufrieden mit unseren Piloten", sagte Teamchef Peter Sauber.
Kobayashi fährt seit 2010 für das Team und ist derzeit Elfter in der Gesamtwertung. "Er macht uns sowohl sportlich als auch menschlich viel Freude", so Sauber über den 24-jährigen Japaner. "Wir hatten für 2012 eine Option auf die Zusammenarbeit mit ihm, und es bestand nie Zweifel daran, dass wir diese auch ziehen würden."
Sein mexikanischer Teamkollege Pérez bestreitet seine Debütsaison in der Formel 1 und liegt auf dem 14. WM-Platz. "Sergio hat mehr geleistet, als man von einem Rookie erwarten kann", sagte der Teamchef. Nach seinem schweren Crash in Monte Carlo habe der 21-Jährige gezeigt, dass er mit schwierigen Situationen umgehen könne.
max/dpa/sid