31.01.2013
Einigung mit Ecclestone
Formel-1-Rennen am Nürburgring gesichert
Rennstrecke Nürburgring: Grand Prix für den 7. Juli geplant
Hamburg - Die Formel 1 ist in diesem Sommer auf dem Nürburgring zu Gast: Die Betriebsgesellschaft der insolventen Nürburgring GmbH hat sich mit F1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone geeinigt. Das bestätigten Regierungskreise am Mittwochabend in Mainz. Zuvor hatten auch die Mainzer "Allgemeine Zeitung" und die "Rhein-Zeitung" über die Einigung berichtet. Das Rennen ist für den 7. Juli geplant.
Damit ist nach monatelangen Verhandlungen klar, dass Weltmeister Sebastian Vettel und seinen F1-Kollegen in diesem Jahr auf der Traditions-Rennstrecke in der Eifel fahren können. Der Automobilverband Fia hatte den Ort des Rennens im Rennkalender noch offen gelassen. Im Gespräch war auch der badische Hockenheimring.
Die langwierigen Verhandlungen waren von der Insolvenz der staatlichen Besitzfirma der Rennstrecke im vergangenen Sommer überschattet worden. Dazu kam ein Streit zwischen Rheinland-Pfalz und den damaligen privaten Pächtern, denen das Land wegen ausstehender Pacht im Februar 2012 gekündigt hatte.
"Das ist eine gute Nachricht für die Region"
Dass nun eine Einigung zustande kam, wurde von der Politik in Mainz positiv aufgenommen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz freuten sich über die positive Entwicklung für die Formel 1 am Nürburgring, kommentierte Regierungssprecherin Monika Fuhr über den Kurznachrichtendienst Twitter. "Das ist eine gute Nachricht für die Region."
Die frühere SPD-Alleinregierung hatte am Nürburgring vor einigen Jahren für 330 Millionen Euro einen riesigen Freizeitpark bauen lassen. Diesen besuchen aber viel weniger Besucher als erwartet. Um einen 330-Millionen-Kredit zu decken, mussten vorrangig Haushaltsmittel verwendet werden. Der Versuch der Privatfinanzierung war 2009 gescheitert.
lei/dpa