Schrift:
Ansicht Home:
Sport

Rekordtransfer perfekt

Neymar wechselt zu PSG

Das Hin und Her hat ein Ende: Paris Saint-Germain hat die Verpflichtung von Neymar bekannt gegeben. Der Brasilianer ist damit der teuerste Spieler der Fußballgeschichte.

AFP
Donnerstag, 03.08.2017   22:04 Uhr

Nun ist es offiziell: Fußballstar Neymar wird den FC Barcelona in Richtung Paris verlassen. Das hat Neymars neuer Klub Paris Saint-Germain bestätigt. Eigentlich hätte der Brasilianer noch einen Vertrag bis 2021 in Barcelona gehabt, er nutzt aber eine Ausstiegsklausel in Höhe von 222 Millionen Euro.

Neymar zahlt den im Vertrag festgeschriebenen Betrag selbst, um als vertragsfreier Spieler zu PSG wechseln zu können. Beim französischen Top-Klub erhält Neymar einen Fünfjahresvertrag. Am Freitag oder Samstag soll der Nationalspieler in Frankreichs Hauptstadt vorgestellt werden. Zuvor hatte bereits der FC Barcelona mitgeteilt, der Vertrag mit dem 25-Jährige sei beendet, nachdem Anwälte des Brasilianers die Ablöse hinterlegt hatten.

"Ich bin extrem glücklich", sagte Neymar: "Seit ich in Europa bin, war dieser Klub stets einer der ambitioniertesten. Das hat mich hierhergeführt. Von diesem Tag an werde ich alles geben, um dem Verein zu den Titeln zu verhelfen, von denen die Fans träumen." Für PSG beginnt die neue Saison bereits am Samstag (17 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger Amiens.

Die gewaltige Summe für seinen Wechsel soll Neymar Medienberichten zufolge von der Qatar Sport Investment bekommen, die 100 Prozent der Anteile an dem französischen Klub hält.

Durch die Zahlung über den Spieler will PSG die Regeln des Financial Fairplay der europäischen Fußball-Union einhalten, die besagen, dass die relevanten Ausgaben eines Vereins in einem Zeitraum von drei Jahren nicht die Einnahmen übersteigen dürfen. Ein Defizit von fünf Millionen Euro ist demnach zulässig, ein Differenzbetrag von maximal 30 Millionen Euro darf durch einen Anteilseigner ausgeglichen werden. Dieses Vorgehen hatte für Diskussionen gesorgt.

Am Donnerstag hatte die spanische Liga den Transfer zunächst blockiert: Der Verband weigerte sich, die 222 Millionen Euro von Neymars Anwalt anzunehmen. Der Angreifer und PSG wollten Medienberichten zufolge daraufhin den Weltverband Fifa einschalten. Am Abend teilte der FC Barcelona mit, der Vertrag mit Neymar sei beendet. Danach bestätigte Paris den Transfer, der der teuerste der Fußballgeschichte ist. Zuvor lag die Rekordmarke bei 105 Millionen Euro, die Manchester United 2016 für Paul Pogba bezahlt hatte. Die teuersten Transfers in der Übersicht:

Fotostrecke

Neymar: Der teuerste Fußballer der Welt

2013 war Neymar für etwa 83 Millionen Euro Ablöse vom FC Santos nach Spanien gewechselt. Gemeinsam mit Lionel Messi und Luis Suárez bildete der 25-Jährige eine der besten Offensiven der Welt. In 186 Pflichtspielen für Barça war Neymar an 185 Toren direkt beteiligt (105 Treffer, 80 Vorlagen).

Mit Barcelona gewann er insgesamt acht Titel: Er wurde einmal Champions-League-Sieger, zweimal spanischer Meister und dreimal spanischer Pokalsieger, außerdem holte er jeweils einmal den spanischen Superpokal und die Klub-Weltmeisterschaft.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel laufend aktualisiert.

aev/jan/dpa/sid/Reuters

insgesamt 89 Beiträge
Karbonator 03.08.2017
1.
Ich weiß, so viel Geld... alles pervers... Streich hat aber gesagt... Sky kündigen... usw. usf. Aber mal ehrlich: So einfach das sog. Financial Fairplay auszuhebeln - das verdient meines Erachtens Respekt. :) Möge er in [...]
Ich weiß, so viel Geld... alles pervers... Streich hat aber gesagt... Sky kündigen... usw. usf. Aber mal ehrlich: So einfach das sog. Financial Fairplay auszuhebeln - das verdient meines Erachtens Respekt. :) Möge er in Paris glücklich werden, sofern er in der Lage dazu ist.
derkloppo 03.08.2017
2. Sport?
Die Einordnung dieses Artikels in 'Sport' macht mich fassungslos. Wirtschaft wäre da deutlich passender
Die Einordnung dieses Artikels in 'Sport' macht mich fassungslos. Wirtschaft wäre da deutlich passender
antares56 03.08.2017
3. Ich sag es seit mind. 20 Jahren
Mit echtem "Sport" hat der Profi-Fussball seit Jahrzehnten nichts mehr zu tun! Da wird viel Geld gewaschen. Und die Funktionäre bekommen immer ihren Anteil ab. Obwohl viele Funktionäre auch ausserhalb oder im Gemisch [...]
Mit echtem "Sport" hat der Profi-Fussball seit Jahrzehnten nichts mehr zu tun! Da wird viel Geld gewaschen. Und die Funktionäre bekommen immer ihren Anteil ab. Obwohl viele Funktionäre auch ausserhalb oder im Gemisch mit dem Fussball ihre illegalen Geschäfte tätigen. Gerade der FCB ist da mit seinen Bossen auffällig.
grätscher 03.08.2017
4.
Lasst doch die von Katar gepimmten Clubs eine eigene Liga spielen, dann muss dieses lachhafte Financial FairPlay auch nicht mit fadenscheinigen Deals hintergangen werden. Der Fußball, so wie er ist, zerstört sich momentan rasend [...]
Lasst doch die von Katar gepimmten Clubs eine eigene Liga spielen, dann muss dieses lachhafte Financial FairPlay auch nicht mit fadenscheinigen Deals hintergangen werden. Der Fußball, so wie er ist, zerstört sich momentan rasend schnell. Bin gespannt, wann diese Blase platzt, aber ich gebe diesem Irrsinn keine 5 Jahre mehr. Es fängt in der langweiligen, nationalen Liga an. Immer mehr Anstosszeiten, immer fanunfreundlichere Anstosszeiten, immer mehr PayTV, immer mehr Umgehung der 50+1 Regel, es geht über die CL League wo immer die gleichen unter sich sind und so immer größere Gelder erwirtschaften, andere Teams sind unerwünscht, es geht über transfersummen, die keinem Fan mehr vermittelbar sind und es endet bei den korrupten Organisationen wie dem DFB, der UEFA und der FIFA. Profifußball, wie er heutzutage ist, ist keinem normalen Geist mehr vermittelbar, der Fan nur noch lästiges Beiwerk, dass bitte immer schön konsumieren soll. Es macht keinen Spaß mehr
Wasserspiegel 03.08.2017
5. Bisschen Fake News
Da steht nirgendwo, dass der Transfer bestätigt ist. "um den Vertrag einseitig zu beenden" heißt nicht, dass der Vertrag auch beendet WURDE. Insbesondere da ja die UEFA wohl noch einschreiten könnte. So ist dieser [...]
Da steht nirgendwo, dass der Transfer bestätigt ist. "um den Vertrag einseitig zu beenden" heißt nicht, dass der Vertrag auch beendet WURDE. Insbesondere da ja die UEFA wohl noch einschreiten könnte. So ist dieser Artikel basierend auf den aktuellen Stand der Dinge Fake News.

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP