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Fan-Krawalle

DFB fordert Pokal-Ausschluss für Dynamo Dresden

Die Fan-Krawalle beim Pokalspiel in Dortmund könnten Dynamo Dresden teuer zu stehen kommen: Der Kontrollausschuss des DFB verlangt den Ausschluss des Vereins aus dem kommenden Pokal-Wettbewerb. Aber auch Borussia Dortmund droht eine Strafe.

dapd

Fan-Randale in Dortmund: Dynamo Dresden droht jetzt die Maximalstrafe

Mittwoch, 02.11.2011   11:47 Uhr

Hamburg - Nach der Randale im Pokalspiel gegen Dortmund droht Dynamo Dresden eine empfindliche Strafe: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußballbundes (DFB) will den Zweitligisten vollständig aus dem kommenden DFB-Pokal-Wettbewerb ausschließen. Der Kontrollausschuss des Verbands stellte diesen Antrag beim DFB-Sportgericht und informierte den Verein.

Auch Borussia Dortmund soll bestraft werden, dem Bundesligisten droht eine Geldbuße in Höhe von 10.000 Euro, da Dresdner Anhänger eine große Zahl an pyrotechnischen Mitteln ins Stadion mitführen konnten.

"Das hat uns überrascht, damit haben wir nicht gerechnet. Wir halten die Strafe für drakonisch, für absolut überzogen", sagte Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz mit Blick auf den Strafantrag. Der Club wolle sich gegen das drohende Pokal-Aus in der kommenden Saison wehren und habe bereits seine Anwälte eingeschaltet, erklärte Oppitz.

Der Geschäftsführer rechnete vor, dass eine Spielzeit ohne DFB-Pokal den achtmaligen DDR-Meister auch finanziell hart treffen würde. "In dieser Saison haben wir grob gerechnet 1,5 Millionen Euro im Pokal eingenommen", sagte Oppitz. Auf ähnliche Einnahmen sei der Verein auch im nächsten Jahr angewiesen.

In den Spielzeiten 2009/2010 und 2010/2011 war Dresden vom DFB jeweils sechsmal wegen Verfehlungen seiner Fans zu Geldstrafen verurteilt worden, in der aktuellen Saison bereits zweimal. Schon nach den schwerwiegenden Vorkommnissen beim Relegationsspiel in Osnabrück am 24. Mai 2011 hatte der DFB härtere Sanktionen im Falle erneuter gravierender Fehlverhalten von Dresdner Zuschauern angedroht.

Die Pokal-Zweitrundenpartie in Dortmund am vergangenen Dienstag war wegen Randale der Dresdner Fans verspätet angepfiffen worden und stand mehrfach kurz vor dem Abbruch. Borussia Dortmund und Dynamo Dresden haben bis Anfang kommender Woche Zeit, sich zu den Strafanträgen des Kontrollausschusses zu erklären. Danach wird das DFB-Sportgericht entscheiden.

Dynamo Dresden hatte sich bereits in der Vorwoche selbst bestraft und entschieden, beim Liga-Auswärtsspiel beim FC St. Pauli auf die Unterstützung eigener Fans komplett zu verzichten. Das Dresdner Kartenkontingent wurde den Hamburger Gastgebern überlassen.

aha/sid/dapd

insgesamt 206 Beiträge
Kupferfisch 02.11.2011
1. ....
Einfach keine Auswärtskarten mehr verkaufen. Oder den Vereinen die Polizeieinsätze und zerstörten Bahnwaggons in Rechnung stellen.
Einfach keine Auswärtskarten mehr verkaufen. Oder den Vereinen die Polizeieinsätze und zerstörten Bahnwaggons in Rechnung stellen.
JensDD 02.11.2011
2. ...
warum gibts keine Zwangsauflösung dieses von der Stadt verhätschelten Vereins? Dach übers Harbigstadion, Schwimmbecken in die Mitte - wieder ein Problem gelöst in Dresden. Nebenbei haben 1.000 Polizisten ein ruhiges [...]
Zitat von sysopDie Fan-Krawalle beim Pokalspiel in Dortmund könnten Dynamo Dresden teuer zu stehen kommen: Der Kontrollausschuss des DFB verlangt den Ausschluss des Vereins aus dem kommenden Pokal-Wettbewerb. Aber auch Borussia Dortmund droht eine Strafe. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,795418,00.html
warum gibts keine Zwangsauflösung dieses von der Stadt verhätschelten Vereins? Dach übers Harbigstadion, Schwimmbecken in die Mitte - wieder ein Problem gelöst in Dresden. Nebenbei haben 1.000 Polizisten ein ruhiges Wochenende wenn eigentlich DD spielen sollte.
gaga007 02.11.2011
3. Sehr gut so ...
Grundsätzlich sollten die Vereine für die Sicherheit innerhalb der Stadien eigenverantwortlich handeln müssen. Außerhalb der Stadien obliegt die Sicherheit der Polizei, aber es sollten die rechtlichen Möglichkeiten geschaffen [...]
Grundsätzlich sollten die Vereine für die Sicherheit innerhalb der Stadien eigenverantwortlich handeln müssen. Außerhalb der Stadien obliegt die Sicherheit der Polizei, aber es sollten die rechtlichen Möglichkeiten geschaffen werden, dass Veranstalter als mittelbarer Verursacher krimineller Taten, das recht verlieren, Sport- oder andere Veranstaltungen zu organisieren oder dazu einzuladen. Das bedeutet hohe Kosten und kaum Einnahmen - über die "finanziellen Argumente" wurde bisher immer noch der größte Lerneffekt erzielt.
Rodri 02.11.2011
4. ...
Der Verein ist ein riesiges Sammelbecken für Rechtsradikale. EIne Vereinsauflösung wäre wünschenswert für den deutschen Fußball !
Der Verein ist ein riesiges Sammelbecken für Rechtsradikale. EIne Vereinsauflösung wäre wünschenswert für den deutschen Fußball !
WOLF in USA 02.11.2011
5. Solange die Strafen
insgesamt geringer ausfallen als der Verein durch die Teilnahme am Pokal einnimmt, ist die Lage in Dresden akzeptabel. Einsicht der "Fans" (faellt echt schwer solche kranken Hirne Fans zu nennen) ist nicht zu erwarten [...]
insgesamt geringer ausfallen als der Verein durch die Teilnahme am Pokal einnimmt, ist die Lage in Dresden akzeptabel. Einsicht der "Fans" (faellt echt schwer solche kranken Hirne Fans zu nennen) ist nicht zu erwarten ...

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