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16.02.2012
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EL-Zwischenrunde

Huntelaar rettet Schalke Remis gegen Pilsen

AP

Der FC Schalke 04 hat dank Torjäger Klaas-Jan Huntelaar in der Europa-League-Zwischenrunde ein Remis im Hinspiel gegen Viktoria Pilsen geholt. Dabei hatte das Team von Trainer Huub Stevens Glück, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen.

Hamburg - Das Pech seines Schalker Stürmerkollegen Ciprian Marica war das Glück von Klaas-Jan Huntelaar. Nach einer Hereingabe von Jefferson Farfán beförderte Marica den Ball in der 75. Minute ungewollt mit der Hacke direkt in den Lauf des heraneilenden Huntelaar. Der derzeit erfolgreichste Schalker Stürmer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und sorgte für den 1:1 (1:0)-Ausgleich im Zwischenrundenhinspiel der Europa League bei Viktoria Pilsen. Vladimir Darida hatte in der 22. Minute für die Führung der Tschechen gesorgt, die nun im Rückspiel unter Druck stehen.

Trotz des Remis überzeugte Schalke nach der bitteren 0:3-Pleite in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach nicht. Den Frust der herben Niederlage solle sich sein Team von der Seele spielen, hatte Schalkes Coach Huub Stevens im Vorfeld gefordert. Doch nach einer lange Zeit lethargischen Vorstellung war es wieder einmal Huntelaar, der die Schalker rettete. Für den 28-Jährigen war es der siebte Treffer im laufenden Wettbewerb und sein 29. Tor im 51. Europapokalspiel.

"Wir haben zu wenig Chancen kreiert, zu wenig nach vorne gemacht. Wir können sicher besser spielen, aber hier zählt nur das Ergebnis. Wir haben eine gute Ausgangslage", sagte Manager Horst Heldt. Auch Torschütze Huntelaar war trotz seines Treffers unzufrieden: "Das Ergebnis könnte besser sein. Wir haben nicht gut gespielt und nicht mehr verdient."

Jones überzeugt als Balleroberer

Obwohl Pilsen ohne Pflichtspielpraxis in diesem Fußball-Jahr war, präsentierte sich der derzeitige Tabellendritte der tschechischen Liga von Beginn an wacher und kam nach 94 Sekunden zur ersten Chance. Nationalverteidiger Benedikt Höwedes grätschte Vaclav Pilar in großer Not den Ball vom Fuß.

Nach dem rasanten Beginn zogen sich die Tschechen zwar weit in die eigene Hälfte zurück, mit dem angebotenen Platz wusste Schalke jedoch wenig anzufangen. Zu langsam, zu berechenbar und uninspiriert gerieten die zaghaften Angriffe. Die einzigen beiden Möglichkeiten durch Huntelaar per Weitschuss (9. Minute) und feiner Direktabnahme (17.) entschärfte Pilsens Torwart Marek Cech.

Während die Offensive in den ersten 45 Minuten kollektiv enttäuschte, zeigte der zuletzt schmerzlich vermisste Jermaine Jones seinen großen Wert für die "Königsblauen". Der in der Liga bis 1. März gesperrte Abräumer eroberte immer wieder Bälle im Mittelfeld.

Bakos Schuss geht an den Außenpfosten

Nach 22 Minuten war aber auch Jones machtlos. Bei der Flanke von Pavel Horvath im Anschluss an eine kurze Ecke rückte die Schalker Verteidigung zu langsam aus dem Strafraum, Darida zog volley aus 19 Metern ab und ließ Keeper Lars Unnerstall keine Chance.

Mit dem Rückschlag nach zuletzt drei gegentorlosen Auswärtsspielen auf europäischer Bühne war das Schalker Selbstvertrauen angeschlagen. Immer frecher konterte Pilsen im eigenen Stadion. Der abgefälschte Versuch von Marek Bakos (60.) klatschte an den Außenpfosten.

Der glückliche Ausgleich durch Huntelaar passte dann zum Spielverlauf für die Schalker. "Unser Ziel ist es, ins Endspiel zu kommen", hatte Sportdirektor Horst Heldt den eigenen Anspruch formuliert. Dafür muss sich der Uefa-Cup-Sieger von 1997 aber deutlich steigern.

Viktoria Pilsen - FC Schalke 04 1:1 (1:0)
1:0 Darida (22.) 1:1 Huntelaar (75.)
FC Viktoria Pilsen: Cech - Rajtoral, Prochazka, Cisovsky, Limbersky - Horvath, Darida - Kolar (89. Wagner) - Petrzela (66. Duris), Bakos (80. Berger), Pilar Schalke: Unnerstall - Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs - Höger, Jones - Obasi (62. Farfán), Raúl (69. Marica), Draxler - Huntelaar
Schiedsrichter: Stephane Lannoy (Frankreich)
Zuschauer:
11.435
Gelbe Karten:
Horvath - Obasi, Fuchs

jar/dpa

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insgesamt 1 Beitrag
1.
KnoKo 17.02.2012
Ganz ehrlich - den Schalkern zuzuschauen ist eine einzige Qual. Man ist wirklich froh, wenn der Schiri das Spiel abpfeift.
Ganz ehrlich - den Schalkern zuzuschauen ist eine einzige Qual. Man ist wirklich froh, wenn der Schiri das Spiel abpfeift.

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