12.03.2012
Werder-Torjäger
DFB ermittelt wegen Pizarro-Ohrfeige
Werder-Profi Pizarro: "Ich wollte das nicht machen"
Hamburg - Werder Bremen und Stürmer Claudio Pizarro droht Ungemach: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen den Angreifer des Bundesligisten eingeleitet. Damit könnte der Peruaner nachträglich gesperrt werden. Pizarro hatte Hannovers Innenverteidiger Emanuel Pogatetz beim 3:0-Sieg kurz vor dem zweiten Werder-Tor ins Gesicht geschlagen.
Schiedsrichter Christian Dingert hat nach Angaben des DFB erklärt, diese Szene nicht gesehen zu haben. Die Aktion unmittelbar vor dem 2:0, als Sebastian Prödl den Ball per Kopf ins 96-Tor wuchtete, war der Aufreger des Spiels. Pizarro hatte das Vergehen grundsätzlich zugegeben und erklärt: "Ich wollte das nicht machen."
Nun hat der DFB-Kontrollausschuss Pizarro und Pogatetz zu Stellungnahmen aufgefordert. Danach wird der Ausschuss über das weitere Verfahren entscheiden. Pogatetz hatte sich nach dem Spiel nicht zu der Szene geäußert. Pizarros Trainer Thomas Schaaf kommentierte: "Sicherlich hat die Hand da im Gesicht nichts zu suchen, aber mit Sicherheit wurde er provoziert."
Dass der DFB im Zweifel keine Gnade kennt, weiß derzeit niemand besser als das "Opfer" Pogatetz. Das Sportgericht des DFB hatte den Abwehrspieler Anfang Februar nachträglich für drei Spiele gesperrt, weil dieser in der Partie gegen den 1. FC Nürnberg seinem Gegenspieler Philipp Wollscheid mit der linken Faust in den Nacken geschlagen hatte. Da Schiedsrichter Marco Fritz die Szene nicht gesehen hatte, klagte der DFB-Kontrollausschuss Pogatetz wegen Tätlichkeit an.
chp/ham/dpa/sid