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16.03.2012
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Rote Karten

Podolski bleibt gesperrt, Uefa vertagt Matip-Entscheidung

Getty Images

Köln-Torjäger Podolski: Gegen Berlin gesperrt

Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch des 1. FC Köln gegen die Sperre von Lukas Podolski abgelehnt. Damit muss der Stürmer am Wochenende pausieren. Die Uefa hat die Entscheidung über die Sperre von Schalkes Joel Matip verlegt.

Hamburg - Nationalspieler Lukas Podolski bleibt gesperrt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) lehnte die Rücknahme der Sperre für den Stürmer des 1. FC Köln nach einer mündlichen Verhandlung in Frankfurt am Main ab. Damit fehlt der 26-Jährige seinem Team am Sonntag im Bundesliga-Spiel bei Hannover 96 (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Podolski war beim 1:0-Sieg gegen Hertha BSC nach einer Auseinandersetzung mit dem Berliner Levan Kobiaschwili mit Rot des Feldes verwiesen worden.

"Nach der Beweisaufnahme steht für uns fest, dass kein Fall eines offensichtlichen Irrtums vorliegt. Podolski hat zur Rudelbildung beigetragen und seinem Gegenspieler im Brustbereich ans Trikot gefasst. Podolski hat also nicht nichts gemacht. Nur dann hätten wir von der Regelstrafe von einem Spiel absehen können", sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, zur Urteilsbegründung.

Podolski soll Kobiaschwili gewürgt haben, was beide Spieler nach der Partie bestritten. Das Sportgericht hatte Podolski daraufhin für ein Spiel gesperrt. Der 1. FC Köln hatte gegen das Urteil Einspruch eingelegt. "Die Rote Karte war Wahnsinn, das war nicht einmal Gelb", hatte Kölns Trainer Stale Solbakken gesagt und einen Freispruch gefordert.

Uefa will in kommender Woche über Matip-Sperre entscheiden

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat die Entscheidung über eine Sperre von Joel Matip auf kommende Woche vertagt. Der Schalker Abwehrspieler hatte im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Twente Enschede (0:1) wegen einer angeblichen Notbremse die Rote Karte gesehen, Enschede bekam zudem einen Elfmeter zugesprochen. Die Fernsehbilder zeigten jedoch, dass Matip Twente-Angreifer Luuk de Jong nur leicht berührt hatte - zudem außerhalb des Strafraums.

Matip war daraufhin für eine Partie gesperrt worden. Gegen das Urteil hatte Schalke Einspruch einlegt, der jedoch von der Kontroll- und Disziplinarkammer der Uefa abgelehnt worden war. Der Bundesligist legte erneut Einspruch ein. Dadurch durfte Matip im Rückspiel gegen Enschede (4:1) spielen. Im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League trifft Schalke am 29. März auf Athletic Bilbao.

max/dpa/sid

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