Lade Daten...
16.03.2012
Schrift:
-
+

Stuttgart-Sieg in Hoffenheim

Ibisevic Matchwinner gegen seinen Ex-Club

Von Nils Lehnebach
dapd

Welch eine Rückkehr: Bis zum Winter spielte Vedad Ibisevic noch in Hoffenheim. Nun schoss er seinen neuen Club Stuttgart mit zwei Toren zum Auswärtssieg in Sinsheim. Die TSG verpasste durch die Niederlage einen neuen Bundesliga-Rekord.

Hamburg - Eine gute Autostunde reicht aus, um von Stuttgart nach Sinsheim zu kommen. Bei vielen ähnlichen Distanzen im deutschen Fußball würde man von einem Derby sprechen. Aufgrund der erst kurzen Bundesligazugehörigkeit der TSG nannte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic die Partie aber lediglich ein "Nachbarschafts-Duell". Doch das wenig erhitzte Verhältnis der Clubs hat auch Vorteile: Während kaum ein Spieler vom FC St. Pauli zum Hamburger SV wechselt oder Dortmund verlässt, um bei Schalke zu unterschreiben, kam es zwischen Hoffenheim und Stuttgart schon zu einigen Transfers.

Zuletzt wechselte Vedad Ibisevic im Winter von der TSG zum VfB. Bobic bezeichnete ihn als besten Transfer, der bisher zwischen den Clubs stattgefunden hat. Eine nachvollziehbare Aussage: Zum Auftakt des 26. Spieltags erzielte der Stürmer zwei Tore (8./43. Minute) beim 2:1 (2:0)-Sieg des VfB bei Hoffenheim. Sejad Salihovic (74.) verkürzte in der zweiten Hälfte per Elfmeter. Der Club ist damit Tabellen-Siebter, Hoffenheim bleibt auf Rang zwölf.

"Ich bin froh, dass Vedad seine Rückkehr so vergoldet hat. Er hat den Übergang in der Winterpause sensationell gut geschafft", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia.

In zuvor sieben Bundesliga-Partien hatte die TSG noch nie gegen Stuttgart gewonnen. In der Partie des 26. Spieltags deutete sich früh an, dass diese Serie eine Fortsetzung finden würde. Bereits in der achten Minute traf Ibisevic nach einer Hereingabe von Khalid Boulahrouz. Und der Rechtsverteidiger blieb im Mittelpunkt des Geschehens, nur zehn Minuten später scheiterte er mit einem Kopfball an TSG-Torwart Tom Starke.

Schieber vergibt die Entscheidung

Anschließend kam Hoffenheim besser ins Spiel. Ryan Babel (23.) vergab zunächst nach einem Eckball mit dem Fuß, anschließend nach einer Flanke per Kopf (40.). Besser machte es kurze Zeit später Ibisevic (43.), der erneut traf, wieder nach einer Flanke von Boulahrouz.

Anfang der zweiten Hälfte verpasste Peniel Mlapa den Anschlusstreffer. Der Hoffenheimer Stürmer vergab innerhalb von kurzer Zeit zwei gute Chancen (56./58.). Auf der anderen Seite verpasste Ibisevics Sturmpartner Julian Schieber in der 72. Minute die Vorentscheidung, als er frei vor Starke zu ungenau zielte.

Und so wurde es doch noch spannend, als im direkten Gegenangriff VfB-Innenverteidiger Maza Gegenspieler Fabian Johnson im Strafraum foulte und Salihovic den anschließenden Elfmeter verwandelte.

In der Schlussphase drückte Hoffenheim weiter, vergab durch Salihovic (83.) eine weitere gute Chance. Damit verpasste die TSG das achte Unentschieden zu Hause in Serie. Es wäre ein neuer Bundesliga-Rekord gewesen.

"In der zweiten Halbzeit waren wir wesentlich giftiger und haben uns Torchancen erarbeitet. Aber leider waren wir über 90 Minuten gesehen zu naiv. Da war uns der VfB in Sachen Effektivität überlegen", sagte Hoffenheims Trainer Markus Babbel.

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 1:2 (0:2)
0:1 Ibisevic (8.)
0:2 Ibisevic (43.)
1:2 Salihovic (74./Foulelfmeter)
Hoffenheim: Starke - Beck, Vestergaard, Compper, Johnson - Rudy (46. Salihovic), Williams - Vukcevic, Roberto Firmino (73. Schipplock), Babel - Mlapa
Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Maza, Niedermeier, Sakai - Kvist, Kuzmanovic (83. Gebhart) - Harnik (67. Cacau), Hajnal (67. Gentner), Schieber - Ibisevic
Schiedsrichter: Perl
Zuschauer: 30 150 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Beck (11) - Ibisevic (5), Kuzmanovic (3)

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
Sagen Sie Ihre Meinung!

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter RSS
alles zum Thema Fußball-Bundesliga
RSS
Rubriken

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten