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17.04.2012
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Wettbetrug in Italien

Früherer Neapel-Torwart gibt Manipulation zu

Neapel-Spieler Cannavaro (rechts): Auch ihm soll Gianello Geld geboten haben
DPA

Neapel-Spieler Cannavaro (rechts): Auch ihm soll Gianello Geld geboten haben

Weil er seine Mitspieler zur Ergebnismanipulation in der Seria A überreden wollte, muss sich der frühere Torwart des SSC Neapel, Matteo Gianello, vor Gericht verantworten. Auch den damaligen Teamkollegen Paolo Cannavaro und Gianluca Grava drohen Strafen.

Hamburg - Matteo Gianello, von 2004 bis 2011 Torwart des italienischen Fußball-Erstligisten SSC Neapel, hat einen versuchten Wettbetrug in der Serie A gestanden. Vor der Partie der Neapolitaner bei Sampdoria Genua am 16. Mai 2010 soll der Keeper probiert haben, einige Teamkollegen zu einer Ergebnisabsprache zu überreden. Das hat der 35-Jährige in einem Verhör der Staatsanwaltschaft Neapel zugegeben. Gianello wollte den Sieg des Gegners aus Genua sicherstellen, damit seine Komplizen mit ihren in Österreich und England getätigten Wetten auf Neapels Niederlage abkassieren konnten. Das Spiel endete 1:0 für Sampdoria.

Der frühere Fußballer Silvio Giusti hatte Gianello nach dessen Angaben aufgefordert, seinen Mitspielern Geld für die Ergebnismanipulation zu bieten. Angesprochen habe der Keeper nach seinen eigenen Aussagen die Verteidiger Paolo Cannavaro und Gianluca Grava. Beide hätten jedoch "entschieden abgelehnt", sagte Gianello. Sollte Gianellos Aussage stimmen, müssen Cannavaro und Grava trotzdem mit Strafen des italienischen Fußballverbands (FIGC) rechnen, weil sie den Manipulationsversuch nicht anzeigten. Auch auf den SSC Neapel kommt vermutlich ein Verfahren zu.

Die Staatsanwaltschaft Neapel untersucht seit mehr als einem Jahr Straftaten rund um den Fußball. Neben Wettbetrug interessieren sich die Ermittler auch für Verbindungen der Mafia zum Profi-Fußball.

psk/dpa

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