28.04.2012
EM-Vorbereitung
Löw sorgt sich um Klose und schont Bayern-Stars
Bundestrainer Löw: Sorgen bei der EM-Vorbereitung
Hamburg - Es sind nur noch 41 Tage bis zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine und Bundestrainer Joachim Löw arbeitet kräftig an der Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft. Eine seiner Maßnahmen: Löw verzichtet für das EM-Testspiel gegen die Schweiz in Basel auf die Nationalspieler des FC Bayern.
Der Bayern-Block um Kapitän Philipp Lahm und dessen Stellvertreter Bastian Schweinsteiger wird voraussichtlich erst am 25. Mai im Trainingslager in Südfrankreich eintreffen, da der Rekordmeister drei Tage nach dem Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea auch noch ein Versöhnungs-Freundschaftsspiel gegen die niederländische Nationalmannschaft absolvieren wird. Dieses war im Zuge des Streits um die Verletzung von Arjen Robben vereinbart worden.
"Wenn sie dann kommen, sind sie nicht direkt einsetzbar. Sie müssen erst mal Luft holen, und wir müssen uns entscheiden, wann sie ins Mannschaftstraining einsteigen", sagte Löw der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Die Partie am 26. Mai gegen die Schweizer kommt damit zu früh.
Löw macht sich intensive Gedanken um Klose und Mertesacker
Vor der WM 2010 in Südafrika hatte der Bundestrainer ähnlich verfahren. Auch damals standen die Bayern im Endspiel der Königsklasse und stiegen verspätet in das Trainingslager ein. "Dreieinhalb Wochen Vorbereitung mit dem kompletten Team wären ideal gewesen, aber als Nationaltrainer muss ich mich auf die Situation einstellen", sagte Löw.
Kopfzerbrechen bereiten dem Bundestrainer auch die Verletzungen von Lazio Roms Angreifer Miroslav Klose (Oberschenkel) und Arsenal-Verteidiger Per Mertesacker (Knöchel). Um die Nationalspieler mache er sich "intensive Gedanken". Beide fehlen ihren Clubs bereits seit mehreren Wochen. "Wir müssen sehen, ob wir sie in zwei, drei Wochen auf den hohen Rhythmus bringen können, den sie für ein Turnier benötigen", sagte Löw.
Er zähle zwar weiter auf das Duo, so Löw, werde sie aber womöglich nicht zum Turnierbeginn einsetzen. "Ich werde bewerten müssen, ob sie uns schon im ersten Spiel gegen Portugal helfen können oder ob vielleicht ein anderer Spieler in einer besseren Verfassung ist."
bka/dpa