18.05.2012
DFB-Ermittlungen
Essener Spieler unter Manipulationsverdacht
Hamburg - Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat gegen drei Spieler des Regionallisten Rot-Weiss Essen Ermittlungen eingeleitet. Der DFB war zuvor von den Essenern darüber informiert worden, dass drei Akteure des Vereins anlässlich des Heimspiels am 5. Mai 2012 gegen Borussia Dortmund II (0:4) gegen ihren Verein gewettet hätten.
Bei den beschuldigten Spielern handelt es sich um das Trio Dirk Jasmund, Güngör Kaya und Kevin Lehmann. Die drei Profis räumten ein eine Sportwette gegen den eigenen Verein platziert zu haben, distanzierten sich aber zugleich von einer Einflussnahme auf den Spielverlauf. "Wir möchten direkt betonen, dass wir uns in keiner Form an einer Spiel- oder Wettmanipulation beteiligt haben", hieß es in einem mit dem Verein abgestimmten Entschuldigungsschreiben.
Dortmunds Reservemannschaft hatte mit dem Sieg bei Rot-Weiss die Tabellenführung in der Regionalliga West von den Sportfreunden Lotte übernommen und kann mit einem Erfolg an diesem Samstag beim Wuppertaler SV den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen.
Rot-Weiss Essen ist derzeit auf Rang acht der Regionalliga West und hat schon seit Wochen nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun. Der ehemalige Bundesliga-Club und Pokalfinalist von 1994 musste im Juni 2010 Insolvenzantrag stellen und spielte in der folgenden Saison nur in der fünftklassigen NRW-Liga. Dort gelang direkt der Aufstieg, zudem wurde im vergangenen Sommer der Insolvenzantrag aufgehoben. Der Club ist mittlerweile schuldenfrei.
leh/sid/dpa