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25.05.2012
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EM-Kurzpässe

England verliert Keeper durch Fingerbruch

Torhüter Ruddy: Finger im Trainingslager gebrochen und wieder abgereist
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Torhüter Ruddy: Finger im Trainingslager gebrochen und wieder abgereist

Philipp Lahm spielt bei der EM links - oder doch rechts? Bundestrainer Joachim Löw will sich noch nicht festlegen, testet gegen die Schweiz zwei Außenverteidiger. Englands Ersatzkeeper John Ruddy fällt nach einem Fingerbruch im Trainingslager aus. Und: Frankreich hofft aufs Viertelfinale.

Hamburg - Joachim Löw will frühestens kommende Woche entscheiden, auf welcher Position Philipp Lahm in der Viererabwehrkette der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft spielen wird. "Ich werde mit ihm noch einmal sprechen, und dann werden wir sehen, was das Beste für die Mannschaft ist", sagte der Bundestrainer am Freitag im Trainingslager der DFB-Auswahl in Südfrankreich. Kapitän Lahm kann sowohl links als auch rechts eingesetzt werden. Seine Position hat möglicherweise maßgeblichen Einfluss auf die Besetzung des 23-köpfigen EM-Kaders, den Löw am 29. Mai bei der Uefa benennen muss.

Sollte der 28-Jährige wie bei seinem Club Bayern München auf der rechten Seite spielen, würden die Chancen des Dortmunders Marcel Schmelzer steigen, der bei der EM sogar in der Startelf stehen könnte. Würde Lahm auf der linken Außenbahn eingesetzt, hätten sowohl der Schalker Benedikt Höwedes als auch Lahms Vereinskollege Jerome Boateng als Alternativen für rechts bessere Karten. Auch der gelernte Mittelfeldspieler Sven Bender von Double-Gewinner Borussia Dortmund wurde von Löw als Alternative für diese Position genannt. Schmelzer wäre dann lediglich als Absicherung für Lahm auf Links vorgesehen. Der BVB-Verteidiger wird am Samstag im Länderspiel gegen die Schweiz in Basel (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) noch einmal auf Links getestet und Höwedes auf Rechts. Das kündigte Löw frühzeitig an. Die Bayern-Profis, die erst am Samstagabend im DFB-Quartier an der Côte d'Azur eintreffen, spielen gegen die Schweiz nicht.

England und seine Nationaltorhüter, das ist eine Geschichte für sich. Bei Großturnieren sind die Keeper von der Insel immer wieder mit unglücklichen Aktionen aufgefallen. Diesmal hat das Pech die Mannschaft schon vor der EM erwischt, England muss sich für das Turnier einen neuen Ersatztorwart suchen. John Ruddy brach sich im Training einen Finger, der Schlussmann von Norwich City musste seine Teilnahme absagen. Ruddy war von Trainer Roy Hodgson für die EM als Nummer drei hinter Stammtorwart Joe Hart (Manchester City) und Robert Green (West Ham United) eingeplant gewesen. Als dritter Torhüter rückt Jack Butland vom Zweitligisten Birmingham City in das 23er-Team. Die "Three Lions" spielen in der Gruppe D (Donezk und Kiew) gegen Co-Gastgeber Ukraine, Schweden und Frankreich.

Der Nationaltrainer der Franzosen, Laurent Blanc, hat die Erwartungen für das Abschneiden seines Teams gebremst und das Viertelfinale als "erstes Ziel" ausgegeben. "Ich erinnere daran, dass Frankreich bei den vergangenen beiden internationalen Wettbewerben die erste Runde nicht überstanden hat. Das ist die Realität", so Blanc im Trainingslager in Clairefontaine. Bei der EM 2008 war das Team ebenso als Gruppenletzter mit nur einem Punkt ausgeschieden wie bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Zuletzt hat die Mannschaft jedoch die vergangenen 18 Spiele nicht verloren, Ende Februar gewann sie 2:1 in Bremen gegen die deutsche Nationalmannschaft. Als Favorit sieht Blanc den Titelverteidiger. "Spanien ist vor den anderen", sagte der 46-Jährige: "Es sind Deutschland und die Niederlande, die nicht weit entfernt sind."

luk/dpa/sid

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