25.05.2012
Wettskandal bei Rot-Weiss Essen
DFB lehnt Aufstockung der dritten Liga ab
Lotte-Coach Walpurgis, Spieler Loose: "Keine Einspruchsberechtigung"
Hamburg - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hat den Einspruch von Sportfreunde Lotte gegen die Wertung des unter Manipulationsverdacht stehenden Regionalliga-Spiels zwischen Rot-Weiss Essen und Borussia Dortmund II vom 5. Mai abgelehnt.
Als Begründung führte das Gericht formale Fehler an. Der Einspruch wurde von Lotte erst am 21. Mai eingelegt, hätte aber laut Rechts- und Verfahrensordnung des DFB spätestens zwei Tage nach dem Spiel eingereicht werden müssen. "Zudem hat Lotte als Nicht-Beteiligter des Spiels auch keine Einspruchsberechtigung", teilte der DFB mit.
Borussia Dortmund II hatte das Spiel 4:0 gewonnen und damit Lotte vom Aufstiegsplatz der Regionalliga West verdrängt. Doch die Partie steht unter Manipulationsverdacht. Der DFB ermittelt gegen drei Essener Spieler, die gegen den eigenen Verein gewettet hatten.
Lotte hatte deshalb Beschwerde beim DFB eingelegt. Der Trainer der Sportfreunde, Maik Walpurgis, hatte die Aufstockung der dritten Liga auf 21 Mannschaften vorgeschlagen.
Die Essener haben sich mittlerweile von den drei verdächtigen Spielern getrennt. Die Verträge mit Dirk Jasmund und Kevin Lehmann wurden zum 31. Mai im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Güngör Kaya wurde fristlos gekündigt.
Gegen das Urteil des Einzelrichters können die Sportfreunde binnen eines Werktags Einspruch beim Sportgericht eingelegen.
bka/sid