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27.05.2012
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DFB-Bundestrainer Löw

"Das Ergebnis ist ärgerlich"

Bundestrainer Löw: Kritik an der Abwehr
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Bundestrainer Löw: Kritik an der Abwehr

Fünf Gegentore, Konfusion in der Abwehr: Knapp zwei Wochen vor der Europameisterschaft hat die Nationalmannschaft einen schwachen Auftritt gegen die Schweiz abgeliefert. Bundestrainer Joachim Löw kritisiert im Interview sowohl Angriff als auch Defensive.

Frage: Herr Löw, was sagen Sie nach dieser Niederlage im vorletzten EM-Testspiel?

Löw: Das Ergebnis ist natürlich ärgerlich, weil wir insgesamt zu viele Fehler gemacht haben. Von daher gibt es einiges aufzuarbeiten. Diese Phase war nicht ganz einfach, das war uns im Vorfeld bewusst. Ich möchte es auch nicht als Ausrede gelten lassen, dass wir in den letzten Tagen viel trainiert haben.

Frage: Was haben die Schweizer besser gemacht?

Löw: Sie waren frischer, beweglicher, konzentrierter in den einzelnen Aktionen. Viele Dinge haben nicht gepasst, aber es macht mir keine großen Sorgen, weil ich weiß, dass wir uns in der nächsten und übernächsten Woche eindeutig verbessern werden. Wir werden schon richtig in die Spur kommen.

Frage: Was hat Sie bewogen, Marc-André ter Stegen ins Tor zu stellen?

Löw: Wir haben uns am Freitagabend entschieden, ihn spielen zu lassen. Er hatte bislang auch kein Länderspiel. Irgendwann muss er dann ja auch mal im Tor stehen.

Frage: Was sagen Sie zu seinem Debüt?

Löw: Bei den ersten zwei Toren wurde er ganz kalt erwischt. Wir haben 5:0 oder 6:0 Ecken gehabt, und dann machen die Schweizer zwei Tore. In der einen oder anderen Situation sieht er unglücklich aus. Da kann man diskutieren, ob er einen Schritt weiter vorne stehen muss. Ich mache ihm keine Vorwürfe. Er ist ein großartiger Torhüter, er muss den Kopf jetzt nicht hängen lassen. Er hat viele gute Anlagen, viele gute Qualitäten. Er wird seinen Weg machen. Jetzt ist er ein bisschen geknickt, aber wir werden ihn wieder aufbauen.

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DFB-Einzelkritik: Mertesacker als Vorbereiter, Klose beim Versteckspiel
Frage: Wie war Ihr Eindruck von Per Mertesacker und Miroslav Klose, die unbedingt Spielpraxis sammeln sollten nach ihren langen Pausen?

Löw: In manchen Situationen hat man logischerweise gespürt, dass es im Wettkampf ein bisschen anders aussieht als in den Trainingseinheiten. So ein Spiel war wichtig für sie, um mal über diesen Punkt hinwegzukommen und solche Situationen zu erleben. Klar, sie werden noch das eine oder andere Spiel brauchen. Dessen bin ich mir schon bewusst. Gerade bei Miro hat man gesehen, dass er die eine oder andere Torchance, bei der er normalerweise sehr sicher ist, ausgelassen hat.

Frage: Wie bewerten Sie die Verteidigung?

Löw: In der Abwehr sind auch individuelle Fehler gemacht worden, aber die gesamte Defensivleistung war nicht gerade berauschend. Von daher kann man auch den Abwehrspielern nicht immer den Vorwurf machen.

Frage: Hat sich trotz der Niederlage irgendjemand positiv hervorgetan kurz vor der Nominierung des endgültigen EM-Kaders? Marco Reus etwa?

Löw: Ja, er hat das schon gut gemacht. Aber ich hatte auch gesagt, das ist kein individuelles Schaulaufen bei diesem Spiel, sondern ich möchte sehen, dass als Mannschaft manche Dinge funktionieren. Wer kann die Aufgaben erfüllen? Und wer kann der Mannschaft auch helfen? Die Mannschaftsleistung war insgesamt nicht gut. Einzelne Spieler jetzt aufgrund einer Situation, eines Spiels, eines Kurzeinsatzes zu bewerten, wäre völlig falsch.

Aufgezeichnet von Klaus Bergmann, dpa

Forum

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insgesamt 5 Beiträge
1. So ein Blödsinn
bafibo 27.05.2012
"Das Ergebnis ist ärgerlich"? Von wegen. Nach der grandiosen Qualifikation ist dieses Ergebnis genau das, was die Herren brauchen, um die Vorbereitung ernst zu nehmen und sich nicht zu sicher zu fühlen. Auch wenn [...]
Zitat von sysopFünf Gegentore, Konfusion in der Abwehr: Knapp zwei Wochen vor der Europameisterschaft hat die Nationalmannschaft einen schwachen Auftritt gegen die Schweiz abgeliefert. Bundestrainer Joachim Löw kritisiert im Interview sowohl Angriff als auch Defensive.Joachim Löw ist nicht zufrieden mit der Nationalmannschaft - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,835479,00.html)
"Das Ergebnis ist ärgerlich"? Von wegen. Nach der grandiosen Qualifikation ist dieses Ergebnis genau das, was die Herren brauchen, um die Vorbereitung ernst zu nehmen und sich nicht zu sicher zu fühlen. Auch wenn gerade den Bayern-Spielern bald wieder ein Erfolg zu wünschen wäre. Aber eine verpatzte Generalprobe läßt auf eine erfolgreiche Premiere hoffen.
2. Viele gute Anlagen
Ainu 27.05.2012
Auch Joachim Löw hat gute Anlagen. Vielleicht schafft er es ja irgendwann einmal, mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft oder einem Vereinsteam, einen Titel zu gewinnen.
Auch Joachim Löw hat gute Anlagen. Vielleicht schafft er es ja irgendwann einmal, mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft oder einem Vereinsteam, einen Titel zu gewinnen.
3. Schuss vorn Bug oder Rohrkrepierer?
hermeneuticus 27.05.2012
Es ist zwar klug von Löw, mehr auf das Zusammenwirken der Mannschaft zu achten als auf individuelle Fehler und Vorzüge. Aber leider hatte die schlechte Koordination dieses Mannschaftstorsos zur Folge, dass viele Spieler [...]
Es ist zwar klug von Löw, mehr auf das Zusammenwirken der Mannschaft zu achten als auf individuelle Fehler und Vorzüge. Aber leider hatte die schlechte Koordination dieses Mannschaftstorsos zur Folge, dass viele Spieler individuell schlecht aussahen. Sie stehen jetzt vor internationalem Publikum als Blamierte da. Gerade die in der NM noch nicht so etablierten Spieler konnten einem schon Leid tun. - Ob das ein feiner psychologischer Kunstgriff war? Wird sich die Blamage als anspornender Schuss vorn Bug auswirken? Oder geht der Schuss nach hinten los und bewirkt bleibende Verunsicherung? Warten wir's ab. - Dieses fragwürdige Testspiel hätte m.E. entweder gar nicht stattfinden dürfen oder nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
4. Ich frage mich auch ...
knupauger 27.05.2012
... ob es klug ist, immer wieder so viele neue Spieler in einzelne Spiele zu werfen. Mit Blick auf die Dortmunder, die teilweise über ein Jahr dabei sind und noch immer nicht an die Leistungen in der Liga angeknüpft haben, scheint [...]
... ob es klug ist, immer wieder so viele neue Spieler in einzelne Spiele zu werfen. Mit Blick auf die Dortmunder, die teilweise über ein Jahr dabei sind und noch immer nicht an die Leistungen in der Liga angeknüpft haben, scheint dieses Vorgehen, dass in der Vergangenheit häufiger praktiziert wurde, nicht zuträglich für die Formkurve der Spieler zu sein. Andererseits, was soll er sonst machen? Die Nationalmannschaft ist nach wie vor eine Großbaustelle, und der Bundestrainer hat nicht einmal ein Dutzend Spiele pro Jahr. Würde er immer nur ein, zwei Spieler über ein Jahr an die Mannschaft heran führen, dann würde Hitzlsperger noch immer in der Nationalmannschaft spielen. Wahrscheinlich hat er auch keine andere Wahl, als die Spieler immer wieder in einen Crashkurs, der dann auch mal crashen muss, zu schicken.
5. Nicht Behle.
allereber 27.05.2012
Wo bleibt Helmes.
Wo bleibt Helmes.

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