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07.06.2012
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EM-Kurzpässe

Lahm und Khedira trainieren wieder, Rooney glaubt an Titel-Gewinn

DFB-Kapitän Lahm: Zurück im Mannschaftstraining
AFP

DFB-Kapitän Lahm: Zurück im Mannschaftstraining

Kapitän Philipp Lahm und Mittelfeldspieler Sami Khedira sind wieder ins Training eingestiegen. Englands gesperrter Angreifer Wayne Rooney traut seinem Team den Titel zu. Und: Der Niederländer Joris Mathijsen wird beim EM-Start gegen Dänemark wohl fehlen.

Hamburg - Die deutschen Nationalspieler Philipp Lahm und Sami Khedira haben einen Tag vor Beginn der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. Abwehrspieler Lahm hatte am Mittwoch im EM-Quartier des DFB-Teams in Danzig lediglich ein Regenerationstraining bestritten, Mittelfeldspieler Khedira wegen muskulärer Probleme am rechten Bein ein individuelles Lauftraining absolviert. Beide Spieler sind wichtige Eckpfeiler der DFB-Elf.

Auch Deutschlands erster EM-Gegner Portugal kann für das Duell am Samstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf einen zuletzt angeschlagenen Spieler zurückgreifen: Offensivspieler Nani steht wieder zur Verfügung. Der Profi von Manchester United hatte zuletzt wegen einer Fußprellung gefehlt. Nani soll gemeinsam mit Cristiano Roanldo und Helder Postiga einen Drei-Mann-Sturm bilden.

Englands Angreifer Wayne Rooney glaubt an den Titel für sein Team: "Warum sollten wir nicht gewinnen? Wir haben selbstverständlich die Spieler und die Qualität dazu", sagte der Stürmer von Manchester United der BBC: "Wir erwarten wirklich Großes von uns." Rooney selbst wird erst im dritten Gruppenspiel auflaufen dürfen, da er wegen einer Tätlichkeit im EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro für zwei Spiele gesperrt wurde.

Vorerst nicht an der englischen Titel-Mission teilnehmen wird Jermain Defoe. Der Stürmer ist wegen des Todes seines Vaters nur wenige Stunden nach der Ankunft des Teams im polnischen EM-Quartier wieder in die Heimat zurückgekehrt. "Jermain wird zur gegebenen Zeit wieder zum EM-Kader stoßen", teilte der englische Verband FA am Donnerstagmorgen mit. Der Vater des Tottenham-Angreifers sei über Nacht gestorben, hieß es. Vorerst soll kein Stürmer nachnominiert werden.

Deutschlands Gruppengegner Niederlande muss beim EM-Start gegen Dänemark am Samstag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wohl auf Verteidiger Joris Mathijsen verzichten. Der Ex-Profi des Hamburger SV leidet weiter an den Folgen einer Oberschenkelverletzung und kann "zu 80 Prozent nicht spielen", sagte Nationaltrainer Bert van Marwijk.

Der Coach verurteilte zudem die rassistischen Rufe einiger polnischer Anhängern beim öffentlichen Training der Niederländer am Mittwochabend. Eine Gruppe von Fans des heimischen Erstligisten Wisla Krakau war bei der Einheit im Reymana Stadion durch das Nachahmen von Urwaldgeräuschen negativ aufgefallen. "Nun wissen wir immerhin, was uns erwartet. Tolle Stimmung", sagte van Marwijk der niederländischen Tageszeitung "Algemeen Dagblad" sarkastisch.

Die Uefa dementierte den Vorwurf der rassistischen Beleidigung und sprach stattdessen von einer Protestaktion. Demnach soll eine kleine Gruppe polnischer Fans ihren Unmut darüber bekundet haben, dass Krakau durch die Uefa und das Organisationskomitee nicht als Ausrichterstadt der EM berücksichtigt worden ist.

bka/sid/dpa

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insgesamt 1 Beitrag
1.
tobo5824 07.06.2012
van Marwijks Ärger über rassistische Vorkommnisse ist natürlich berechtigt; seine Aussage "Jetzt wissen wir wenigstens, was uns erwartet" aber nicht. Die setzt die Gastgeber einem Kollektivverdacht aus. Tatsächlich [...]
Zitat von sysopAufatmen im DFB-Lager: Kapitän Philipp Lahm und Mittelfeldspieler Sami Khedira sind wieder ins Training eingestiegen. Englands gesperrter Angreifer Wayne Rooney traut seinem Team den Titel zu. Und: Joris Mathijsen wird den Niederlanden wohl gegen Dänemark fehlen. Philipp Lahm trainiert wieder mit der DFB-Elf - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,837502,00.html)
van Marwijks Ärger über rassistische Vorkommnisse ist natürlich berechtigt; seine Aussage "Jetzt wissen wir wenigstens, was uns erwartet" aber nicht. Die setzt die Gastgeber einem Kollektivverdacht aus. Tatsächlich ist die niederländische Mannschaft wie auch die deutsche von zig Tausenden freundlichen und begeisterten polnischen Fans beim öffentlichen Training begrüßt worden. Da kann und sollte man ein paar hirnweiche und grunzende Idioten getrost auch mal ignorieren. Ich bin überzeugt, dass sich Polen und Ukrainer als hervorragende Gastgeber erweisen.

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