07.06.2012
Kurzpässe
Kobiaschwili bestreitet absichtlichen Schlag gegen Stark
Gesperrter Kobiaschwili: "Es war keine Absicht."
Hamburg - Lewan Kobiaschwili bestreitet, Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem Chaos-Relegationsspiel absichtlich geschlagen zu haben. Der Hertha-Profi, der vom DFB bis Ende des Jahres gesperrt worden ist, sagte in einem Interview auf der Homepage seines Vereins, es habe nach dem Abpfiff im Spielertunnel und auf einer Treppe Gedränge gegeben. "Ich kann nicht ausschließen, dass ich dabei vor mir laufende Leute berührt habe, einer davon war der Schiedsrichter. Aber es war eben keine Absicht - und das ist mir wichtig. So habe ich das auch ausgesagt." Stark hatte angegeben, Kobiaschwili habe ihn mit einem Faustschlag im Nacken getroffen. Der Schiedsrichter hatte noch in der Kabine Anzeige erstattet. Kobiaschwilli sagte, er habe mit seinem Geständnis eine noch längere Sperre von einem Jahr vermeiden wollen.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) laden am 17. Juli zum Sicherheitsgipfel nach Berlin. Bei dem Treffen sollen Präsidenten, Vorstände und Geschäftsführer der 56 Clubs aus den ersten drei Ligen Schritte im Kampf gegen Gewalt in den Stadien beraten und einen Verhaltenskodex im Umgang mit den Fans erarbeiten. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte diesen Schritt gefordert und mit einem Verbot der Stehplätze gedroht.
Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth hat den früheren Profi Martin Meichelbeck zum neuen Leiter des Lizenzspielerbereichs ernannt. Bislang hatte der 35-Jährige für den Verein als Sportpsychologe gearbeitet. Die Stelle des bisherigen Managers Rachid Azzouzi, der zum FC St. Pauli gewechselt ist, wird dagegen nicht wieder besetzt. Seine Aufgaben sollen intern verteilt werden. Die Verantwortung für den Kader tragen auch künftig Präsident Helmut Hack und Trainer Mike Büskens.
Bayer Leverkusen will in der kommenden Saison auf Meisterschafts-Heimspiele am Abend verzichten. Einen entsprechenden Antrag, der Freitagsspiele und mögliche Partien unter der Woche betrifft, hat der Club bei der DFL gestellt. Zuvor hatten Anwohner mit einer Klage gegen Bayer 04 gedroht. Als Reaktion hat der Verein weitere Lärmschutzmaßnahmen eingeleitet. Beim letzten Abendspiel der abgelaufenen Saison gegen den 1. FC Kaiserslautern wurden die Lautsprecher im Ostteil der Arena bereits leiser gestellt. In der Sommerpause sollen zusätzliche Schallschutzeinrichtungen installiert werden.
Der FC Chelsea muss seine Stadionpläne vorerst auf Eis legen. Im Wettbieten um das stillgelegte Battersea-Kraftwerk, das der Club in eine Fußballarena umwandeln wollte, zog Chelsea-Eigner Roman Abramowitsch den Kürzeren: Zwei Unternehmen aus Malaysia erhielten für 400 Millionen Pfund den Zuschlag für das 16 Hektar große Gelände am Südufer der Themse. Der FC Chelsea hatte geplant, in der Industriekulisse ein Stadion mit 60.000 Sitzplätzen zu errichten.
Der kroatische Nationalspieler Niko Kranjcar wechselt von Tottenham Hotspur zum ukrainischen Serienmeister Dynamo Kiew. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Kranjcar war 2009 nach London gewechselt, hatte sich bei den Spurs aber nicht entscheidend durchsetzen können.
Bundesligist Borussia Mönchengladbach soll für Juan Arango offenbar 200.000 Euro nachträglich an den RCD Mallorca zahlen. Wie der spanische Erstligist auf seiner Homepage mitteilte, sei diese Summe fällig, da Gladbach den Einzug in den Europapokal geschafft hat. Der heute 32 Jahre alte Venezolaner war im Sommer 2009 für 3,6 Millionen Euro von Mallorca zur Borussia gewechselt.
Ralf Rangnick wird nicht Trainer beim englischen Erstligisten West Bromwich Albion. "Ralf hat sich entschieden, das vorliegende Angebot nicht anzunehmen", sagte sein Berater Oliver Mintzlaff. Gründe für die Absage an den englischen Club wollte der Berater nicht nennen. Dem Vernehmen nach soll Rangnick allerdings weitere Angebote aus dem Ausland haben. In West Bromwich sollte Rangnick die Nachfolge von Roy Hodgson antreten, der auf den Posten des englischen Nationaltrainers gewechselt war.
syd/dpa/sid