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12.06.2012
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DFB-Team vor Holland-Spiel

Bierhoffs Warnung, Mertesackers Probleme

Foto: DPA

Das wird kein normales EM-Spiel: Wenn Deutschland auf die Niederlande trifft, geht es immer auch um die Ehre. Daher erwartet Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff eine harte Partie. Ex-Abwehrchef Per Mertesacker muss sich erst noch an seine Rolle als Bankdrücker gewöhnen.

Hamburg - Oliver Bierhoff warnt eindringlich davor, die Gala der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim 3:0-Testspielsieg gegen die Niederlande im November vergangenen Jahres zum Maßstab für das EM-Duell beider Nationen zu nehmen. "Wir wären verrückt zu glauben, dass das Spiel ähnlich laufen wird. Jetzt ist es eine Turniersituation. Es wird sehr viel härter werden", sagte der Nationalmannschaftsmanager am Dienstagmorgen vor der Abreise der DFB-Elf in die Ukraine nach Charkow, wo das Team am Mittwoch (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Holland trifft. Im zweiten Gruppenspiel trifft zuvor Portugal auf Dänemark (18 Uhr).

Die Anspannung im deutschen Lager ist trotz des 1:0-Auftaktsieges gegen Portugal weiterhin sehr groß. "Deutschland gegen Holland ist immer ein sehr emotionales und spannendes Spiel. Wir erwarten einen harten Kampf", sagte Bierhoff. Für die Niederländer geht es nach der 0:1-Niederlage im ersten EM-Spiel gegen Dänemark fast schon um alles oder nichts. "Für sie ist es ein kleines Endspiel", so Bierhoff: "Wir wollen gewinnen, das ist ein hohes Ziel."

Zur Aufstellung wollte sich Bierhoff nicht äußern. Bundestrainer Joachim Löw könne auf alle 23 Profis zurückgreifen. Drei Positionen sind offen: Im Sturm muss sich Löw zwischen Mario Gomez, dem Torschützen des Portugal-Spiels, und Miroslav Klose entscheiden. Gomez hatte am Montag klargemacht, dass er sich sicher sei, wieder von Beginn an zu spielen. Im defensiven Mittelfeld könnte Toni Kroos seinen Bayern-Vereinskollegen Bastian Schweinsteiger ersetzen; und in der Abwehr könnte Per Mertesacker zum Zuge kommen, wobei das nach der starken Leistung von Mats Hummels eher unwahrscheinlich ist.

Mertesacker überrascht von Degradierung zum Ersatzspieler

Für Mertesacker ist es nach wie vor nicht einfach, sich mit seiner neuen Rolle als Ersatzspieler abzufinden. "Das muss ich noch sortieren. Ich wusste, dass es für den Trainer schwierig war, bei so einem guten Kader diese Entscheidung zu fällen. Ich habe gemerkt, dass es ihm schwergefallen ist, mir das zu sagen. Ich muss diese für mich neue Rolle jetzt so schnell wie möglich annehmen", sagte der 27-Jährige dem "Weser-Kurier". Mit seiner Degradierung habe Mertesacker "nicht gerechnet. Man hat in der Vorbereitung alles gegeben, um zu spielen, glaubt auch, dass man spielt. Die Überraschung war deshalb da", sagte der 81-malige Nationalspieler.

Hoffnung auf einen Startelfeinsatz gegen die Niederlande gibt es für Mertesacker auch historisch betrachtet kaum: Bei seinen bisherigen Turnieren als Chefcoach hatte Löw bei der EM 2008 (2:0 gegen Polen) und der WM 2010 (4:0 gegen Australien) in der zweiten Partie beider Turniere jeweils auf die Siegerelf des ersten Spiels gesetzt. Allerdings wurde das zweite Gruppenspiel jeweils verloren (bei der EM 1:2 gegen Kroatien, bei der WM 0:1 gegen Serbien).

ham/dpa/sid

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insgesamt 33 Beiträge
1. Die Idiotie fängt schon wieder an.
horstma 12.06.2012
Bei der letzten WM kündigte Löw an, das Spiel gegen England würde extrem schwer werden. Die Mannschaft liess sich nicht einschüchtern und gewann trotzdem. Dann kam Argentinien, und Löw stilisierte Argentinien, auch wegen Messi, zu [...]
Bei der letzten WM kündigte Löw an, das Spiel gegen England würde extrem schwer werden. Die Mannschaft liess sich nicht einschüchtern und gewann trotzdem. Dann kam Argentinien, und Löw stilisierte Argentinien, auch wegen Messi, zu einer Übermannschaft hoch. Fast unschlagbar. Das Team liess sich wieder nicht einschüchtern und gewann 4:0. Dann kamen die Spanier, und da explodierte Löws Fantasie: Er sprach von vielen Messis gleichzeitig auf dem Platz, 10 oder 11, und erwähnte nebenbei, Spanien spiele den besten Fußball der Welt. Sehr klug, bei einem Turnier so eine Aussage zu machen. Das war für die Psyche der eigenen Spieler dann doch zuviel: Sie schlichen vor Angst über den Rasen, trauten sich keine Pässe mehr zu, und verloren. Klar, Löw hatte ihnen ja vorher bescheinigt, daß Spanien den besseren Fißball spielt. Bei jener WM wurden die Spieler nicht vom kommenden Gegner, sondern vom eigenen Teamchef erfolgreich eingeschüchtert. Und jetzt geht es schon wieder los. Das letzte 3:0 gegen die Niederlande wird nicht dazu benutzt, das Selbstvertrauen aufzubauen, sondern es wird kleingeredet und so getan, als wäre das damals ein Kick gegen eine Amateurmannschaft gewesen. Über so viel psychologische Dummheit kann man nur den Kopf schütteln, denn wenn die Spieler diese Aussagen Ernst nehmen, brauchen sie eigentlich garnicht mehr zu spielen. Warum bringt niemand Löw, Bierhoff und Konsorten bei, daß sie der Mannschaft keinen Gefallen tun, wenn sie im Vorfeld für den Gegner schwärmen?
2. warum nicht?
whitewolfe 12.06.2012
Die Holländer haben sich ja auch gerade von den Dänen vorführen lassen.Ich glaube es wird deutlich leichter als gegen Portugal.Mein Tip:4:1 und der Trainer verliert seinen Job.
Die Holländer haben sich ja auch gerade von den Dänen vorführen lassen.Ich glaube es wird deutlich leichter als gegen Portugal.Mein Tip:4:1 und der Trainer verliert seinen Job.
3. Locker bleiben
iwan57 12.06.2012
Die halbe niederländische Elf ist doch schon abgereist, nachdem sie sich eine Aufzeichnung des Spiels Deutschland-Portugal angesehen haben und zu der Erkenntniss gelangt sind, dass sie gegen beide Mannschaften nicht gewinnen [...]
Die halbe niederländische Elf ist doch schon abgereist, nachdem sie sich eine Aufzeichnung des Spiels Deutschland-Portugal angesehen haben und zu der Erkenntniss gelangt sind, dass sie gegen beide Mannschaften nicht gewinnen können. Dieses Verhalten ist zwar nicht schön, aber nachvollziehbar: müssen die Spieler doch bei Fortsetzung des Turniers einen herben Image-Verlust befürchten.
4. Eine vollends überraschende und ...
un-Diplomat 12.06.2012
... absolut verblüffende Erwartung an ein (oder jedes) Fußballspiel. Orakeln, warnen, glauben - alles Quark. Ich erwarte übrigens im Spiel gegen die Niederlande keine Verlängerung und kein Elfmeterschießen - toll, was? [...]
Zitat von sysopDas wird kein normales EM-Spiel: Wenn Deutschland auf die Niederlande trifft, geht es immer auch um die Ehre. Daher erwartet Oliver Bierhoff eine harte Partie. Der Nationalmannschafts-Manager glaubt nicht, dass sich Holland noch einmal so vorführen lässt, wie beim bislang letzten Aufeinandertreffen. EM 2012: Bierhoff erwartet harten Kampf gegen Holland - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,838333,00.html)
... absolut verblüffende Erwartung an ein (oder jedes) Fußballspiel. Orakeln, warnen, glauben - alles Quark. Ich erwarte übrigens im Spiel gegen die Niederlande keine Verlängerung und kein Elfmeterschießen - toll, was? Aber nach dem Spiel sind auch die anderen in der Gruppe noch nicht sicher weiter oder ausgeschieden - auch toll.
5. Richtig, aber ...
un-Diplomat 12.06.2012
... den Konsorten kann niemand etwas beibringen. Aber gegen Löws Aufstellung und Spielanalyse im Portugalspiel ist nichts zu sagen. Mir scheint, er hat dazu gelernt. Das Konsorten- und Expertengelaber ist eh unerträglich.
Zitat von horstmaBei der letzten WM kündigte Löw an, das Spiel gegen England würde extrem schwer werden. Die Mannschaft liess sich nicht einschüchtern und gewann trotzdem. Dann kam Argentinien, und Löw stilisierte Argentinien, auch wegen Messi, zu einer Übermannschaft hoch. Fast unschlagbar. Das Team liess sich wieder nicht einschüchtern und gewann 4:0. Dann kamen die Spanier, und da explodierte Löws Fantasie: Er sprach von vielen Messis gleichzeitig auf dem Platz, 10 oder 11, und erwähnte nebenbei, Spanien spiele den besten Fußball der Welt. Sehr klug, bei einem Turnier so eine Aussage zu machen. Das war für die Psyche der eigenen Spieler dann doch zuviel: Sie schlichen vor Angst über den Rasen, trauten sich keine Pässe mehr zu, und verloren. Klar, Löw hatte ihnen ja vorher bescheinigt, daß Spanien den besseren Fißball spielt. Bei jener WM wurden die Spieler nicht vom kommenden Gegner, sondern vom eigenen Teamchef erfolgreich eingeschüchtert. Und jetzt geht es schon wieder los. Das letzte 3:0 gegen die Niederlande wird nicht dazu benutzt, das Selbstvertrauen aufzubauen, sondern es wird kleingeredet und so getan, als wäre das damals ein Kick gegen eine Amateurmannschaft gewesen. Über so viel psychologische Dummheit kann man nur den Kopf schütteln, denn wenn die Spieler diese Aussagen Ernst nehmen, brauchen sie eigentlich garnicht mehr zu spielen. Warum bringt niemand Löw, Bierhoff und Konsorten bei, daß sie der Mannschaft keinen Gefallen tun, wenn sie im Vorfeld für den Gegner schwärmen?
... den Konsorten kann niemand etwas beibringen. Aber gegen Löws Aufstellung und Spielanalyse im Portugalspiel ist nichts zu sagen. Mir scheint, er hat dazu gelernt. Das Konsorten- und Expertengelaber ist eh unerträglich.

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