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29.06.2012
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Löw nach dem EM-Aus

"Kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen"

Bundestrainer Löw: Enttäuschung schnell verarbeiten
REUTERS

Bundestrainer Löw: Enttäuschung schnell verarbeiten

Bundestrainer Joachim Löw zeigt sich nach dem Halbfinal-Aus enttäuscht. Gleichzeitig verteidigt er aber seine Aufstellung gegen Italien - und die Leistung der jungen Mannschaft. Für die WM in zwei Jahren soll es keine personellen Einschnitte geben.

Frage: Herr Löw, gegen Italien kann Deutschland bei Turnieren offensichtlich nicht gewinnen. Woran liegt das?

Löw: Italien ist eine starke Mannschaft, das haben wir gewusst und waren darauf vorbereitet. In der ersten Halbzeit ist unser Spiel nach dem ersten Gegentor in Unordnung geraten. Wir waren zweimal in der Abwehr unaufmerksam, dafür wurden wir brutal bestraft. Anschließend war es schwer, das Spiel zu drehen, weil die Italiener sehr gut verteidigt haben.

Frage: Gegen Italien haben Ihre Personalentscheidungen nicht so gegriffen wie in den vorherigen Spielen. Würden Sie im Nachhinein dieselben Wechsel vornehmen?

Löw: Hinterher lässt sich immer sagen, man hätte dieses und jenes anders machen können. Mario Gomez hat in der Vorrunde drei Tore geschossen und war nach dem Griechenland-Spiel sehr motiviert, weil er nicht von Beginn an gespielt hatte. Toni Kroos wollte ich zusätzlich an zentraler Stelle im Mittelfeld einsetzen, um De Rossi und Pirlo aus dem Spiel zu nehmen. Das hat zu Beginn auch gut geklappt. Aber nach der Pause musste ich zwangsläufig wechseln.

Frage: Wie groß ist die Enttäuschung, dass Deutschland erneut den großen Wurf verpasst hat?

Löw: Sehr groß, weil wir mit viel Energie versuchten, ins Finale zu kommen. Unter dem Strich muss man aber hervorheben, dass wir ein sehr gutes Turnier gespielt haben, mit einer phänomenalen Vorrunde. Es gibt keinen Grund, alles in Frage zu stellen.

Frage: Wie lange werden Sie brauchen, um die Niederlage zu verarbeiten?

Löw: Wir brauchen eine gewisse Zeit. Aber im Fußball geht glücklicherweise alles sehr schnell. Wir werden uns wieder neue Ziele setzen und angreifen. Es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen.

Frage: Aber einmal mehr wurde der Titel knapp verpasst.

Löw: Man kann Titel nicht herbeireden. Wie lange musste Spanien warten, bis sie 2008 gewonnen haben? Zwischen den vier letzten Mannschaften eines EM-Turniers ist die Luft sehr, sehr dünn. Ein Moment der Unachtsamkeit kann ein Spiel entscheiden. Und wir waren zweimal unachtsam.

Frage: Im September beginnt die WM-Qualifikation für Brasilien 2014. Wie sehen Ihre Planungen für die kommenden zwei Jahre aus?

Löw: Dazu kann ich im Moment wenig sagen, Brasilien ist noch ein ganzes Stück weg. Wir hatten einige junge Spieler bei diesem Turnier, die gute Erfahrungen sammeln konnten: Marco Reus oder auch Mario Götze, der eine sehr gute Perspektive hat. Wir werden mit allen Spielern das Turnier aufarbeiten, es wird aber keine großen personellen Einschnitte geben.

Aufgezeichnet von Jürgen Zelustek (sid). Die Aussagen wurden aufgezeichnet bei einem Medientermin in Warschau, an dem mehrere Journalisten teilgenommen haben.

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insgesamt 30 Beiträge
1. optional
spon-facebook-10000189715 29.06.2012
Aber vorher mit breiter Brust verkünden: nicht wir müssen uns an den Italienern orientieren sondern sie an uns. Und dann das System genau auf Italien einstellen.
Aber vorher mit breiter Brust verkünden: nicht wir müssen uns an den Italienern orientieren sondern sie an uns. Und dann das System genau auf Italien einstellen.
2. Lahm raus!
Bundeskanzler20XX 29.06.2012
Lahm raus, der Junge sieht seine Nominierung als selbstverständlich. Lahm ist zu statisch, bringt kaum neue Ideen ins Spiel und ist zudem mit der zeit immer aroganter und egoistischer geworden. Ein unsympatischer Geselle, [...]
Zitat von sysopBundestrainer Joachim Löw zeigt sich nach dem Halbfinal-Aus enttäuscht. Gleichzeitig verteidigt er aber seine Aufstellung gegen Italien - und die Leistung der jungen Mannschaft. Für die WM in zwei Jahren soll es keine personellen Einschnitte geben. EM: Bundestrainer Joachim Löw nach dem Halbfinal-Aus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,841677,00.html)
Lahm raus, der Junge sieht seine Nominierung als selbstverständlich. Lahm ist zu statisch, bringt kaum neue Ideen ins Spiel und ist zudem mit der zeit immer aroganter und egoistischer geworden. Ein unsympatischer Geselle, der darüber hinaus auchnoch viel zu kein ist um in der Abwehr auch mal hohe Flanken zu klären. Doch gerade in der Abwehr fehlt es uns an Topleuten, einen besseren Ersatz ist derzeit leider nicht in sicht. 2014 wird unser Topstürmer Klose sicherlich nichtmehr spielen, Gomez ist gegenüber Klose eine lahme Ente die keinen Einsatz zeigt, auch Gomez würde ich bei der nächsten WM zu hause lassen, sollte er seine Spielweise in den nächsten 2 Jahren nicht ändern. Reus hat mir sehr gut gefallen, er könnte Klose beerben wenn er weiter so macht. Schweinsteiger hat einfach ein verkorkstes Jahr hinter sich, er sollte in den nächsten 2 Jahren seine alte Form wiederfinden können, genau wie der oft unglücklich wirkende Özil. Podolski, endlich weg vom FC, kann nun endlich mit vernünftigen Mitspielern zusammenarbeiten und dadurch sicher auch seine Form verbessern. Hummels hat eine sehr gute Leistung über das Turnier gezeigt und auch Boateng konnte überzeugen. Badstuber sollte sich angewöhnen zum Kopfball hochzugehen, ansonsten auch von ihm eine gute Leistung. Müller war recht unauffällig aber auch wenig zu meckern... Khedira hat immer wieder zentrale Rollen übernommen und gerade im Spielaufbau die entscheidende Person im deutschen Spiel. Er hatte wohl viel Luft weil sich viele auf Özil konzentrierten der dadurch oft aus dem Spiel genommen wurde.
3. Eine phänomenale Vorrunde...
zwischenrufer66 29.06.2012
reicht eben nicht - schon gar nicht gegen Italien. Favoritenrolle hin, schöner Fußball her: da war nichts zu machen. Forza Italia!
reicht eben nicht - schon gar nicht gegen Italien. Favoritenrolle hin, schöner Fußball her: da war nichts zu machen. Forza Italia!
4. ...hoffentlich...
reiner_zufall 29.06.2012
wird dieses noch deutlich kritischer hinterfragt und auch entsprechend umgesetzt...ansonsten ist 2014 wieder, und ganz genauso spätestens im Halbfinale Schluss...und das will nun wirklich keiner erleben !
wird dieses noch deutlich kritischer hinterfragt und auch entsprechend umgesetzt...ansonsten ist 2014 wieder, und ganz genauso spätestens im Halbfinale Schluss...und das will nun wirklich keiner erleben !
5. "Der Trainer ist doch kein Idiot"
generix4 29.06.2012
diese Aussage von Löw stelle ich nach der gestrigen Aufstellung doch sehr in Frage. Aus der Niederlage gegen Spanien in Südafrika keine Lehre gezogen sondern gestern mit der gleichen Taktik gespielt. Lernresistente [...]
Zitat von sysopBundestrainer Joachim Löw zeigt sich nach dem Halbfinal-Aus enttäuscht. Gleichzeitig verteidigt er aber seine Aufstellung gegen Italien - und die Leistung der jungen Mannschaft. Für die WM in zwei Jahren soll es keine personellen Einschnitte geben. EM: Bundestrainer Joachim Löw nach dem Halbfinal-Aus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,841677,00.html)
diese Aussage von Löw stelle ich nach der gestrigen Aufstellung doch sehr in Frage. Aus der Niederlage gegen Spanien in Südafrika keine Lehre gezogen sondern gestern mit der gleichen Taktik gespielt. Lernresistente Trainer müssen gehen.

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