13.07.2012
Prügeltraining beim Hamburger SV
Schläge und Kung-Fu-Tritte
HSV-Profi Rajkovic: Nach Schlägerei suspendiert
Hamburg - Als HSV-Angreifer Heung Min Son im Training am Freitag das Tor nicht traf, wurde es seinem Mitspieler Slobodan Rajkovic zu bunt. Nachdem sich beide zunächst beschimpften, wurde Rajkovic handgreiflich und schlug zu.
Son wich aus - und streckte mit seiner Ausweichbewegung den völlig unbeteiligten Tolgay Arslan nieder. Der fiel sofort zu Boden, erlitt eine Platzwunde und musste von den Mannschaftsärzten vom Feld gebracht werden. Son hingegen setzte zum Gegenangriff an: Der Südkoreaner wollte sich an Rajkovic rächen und ging mit einem Kung-Fu-Tritt auf ihn los. Erst die Mitspieler konnten die Streithähne stoppen.
"Positiv gesehen, kann man sagen, es ist Leben in der Mannschaft. Aber so etwas geht gar nicht. Das dürfen wir uns nicht bieten lassen", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink dem "Hamburger Abendblatt" und kündigte zugleich harte Sanktionen an: "Es wird mehr als eine Geldstrafe geben."
Nach kurzer Beratung entschieden die Verantwortlichen, Rajkovic zu suspendieren. Der 23-Jährige trainiert künftig mit der Reservemannschaft des Vereins und darf nicht am kommende Woche stattfindenden Trainingslager in Südkorea teilnehmen. "Er weiß, dass es nicht richtig war. Es ist nicht die Art, mit der hier Konflikte gelöst werden", sagte HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow. Son kommt wohl zunächst mit einer Geldstrafe davon. Arslan wurde unterdessen mit vier Stichen genäht.
leh/sid/dpa
