24.07.2012
DFB-Sportdirektor
Dutt wird Sammer-Nachfolger
Hamburg - Der ehemalige Bundesliga-Trainer Robin Dutt wird neuer Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Damit tritt der 47-Jährige die Nachfolge von Matthias Sammer an, der als Sportdirektor zum FC Bayern München gewechselt war. Das berichten übereinstimmend die "Bild"-Zeitung und der Bezahlsender Sky.
Demnach haben DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Dutt am Dienstag in einem Gespräch die letzten Vertragsdetails geklärt. Der DFB wollte sich am Dienstag nicht zu der Personalie äußern. Auch Dutt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Er soll erst am Mittwochmittag in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main offiziell vorgestellt werden.
Als Sportdirektor wäre Dutt, der als ausgezeichneter Fachmann gilt, in Zukunft für alle DFB-Teams unterhalb der A-Nationalmannschaft zuständig. Zwar hat der gebürtige Kölner, der es als Aktiver nur bis in die Verbandsliga schaffte, nicht den großen Namen eines Sammer und schon gar nicht dessen Erfolge vorzuweisen; ein entscheidender Faktor sei jedoch gewesen, dass Bundestrainer Joachim Löw mit dieser Lösung zufrieden sei. Beide sollen sich in einem Gespräch auf eine gemeinsame Strategie verständigt haben.
Dutt träte allerdings ein schweres Erbe an. Sammer, der von 2006 bis Anfang Juli dieses Jahres das Amt des DFB-Sportdirektors bekleidete, hatte nicht zuletzt wegen seiner großen Erfolge im Junioren-Bereich einen exzellenten Ruf. Mit Löw geriet Sammer aufgrund von Meinungsverschiedenheit aber hin und wieder aneinander und hatte sich daher zuletzt beim Thema Nationalmannschaft sehr zurückgehalten.
Dutt begann seine Trainerlaufbahn im Profi-Fußball 2007 beim damaligen Zweitligisten SC Freiburg, er kam vom Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Beim SC trat er die Nachfolge von Volker Finke an. Mit Freiburg schaffte Dutt 2009 den Aufstieg in die Bundesliga. Zur Saison 2010/2011 wechselte er zu Bayer Leverkusen. Hier löste er Jupp Heynckes ab, der zum FC Bayern wechselte. Im April 2012 wurde Dutt in Leverkusen entlassen. Der Club hatte die letzten fünf Pflichtspiele unter ihm verloren und drohte die Europapokal-Plätze zu verpassen.
ham/rei/sid

