22.11.2012
Skandal-Torschütze Adriano
"Es tut mir sehr leid"
Luiz Adriano, Nordsjaelland-Spieler: Dem Brasilianer drohen Konsequenzen
Hamburg - Er ist schnell, trickreich - und offenbar auch flexibel, was seine Meinung angeht. Am Dienstagabend hatte Luiz Adriano von Schachtjor Donezk seinen Skandaltreffer gegen Nordsjaelland (5:2) noch ausgiebig gefeiert, dann leitete die Uefa ein Verfahren gegen den Brasilianer ein. Nun gibt er sich reumütig. "Was passiert ist, tut mir sehr leid, ich entschuldige mich bei allen Fans und der Uefa", zitierte der ukrainische Club Adriano.
Dieser war nach einem Schiedsrichterball einem für den Gegner gedachten Abspiel aus der eigenen Hälfte nachgesprintet und hatte den Ball entgegen des Fair-Play-Gedankens zum Entsetzen der Dänen ins Tor geschossen.
Sein unerklärliches Handeln begründet Adriano so: Er habe sich sehr auf den Ball konzentriert und nicht mitbekommen, was auf der anderen Seite passiert sei: "Ich stand mit meinem Gesicht in Richtung Tor und war total konzentriert."
Als der Ball bei ihm gelandet sei, habe er das Tor gemacht. "Letztendlich bin ich ein Angreifer." Er verspreche, dass so etwas nie wieder vorkomme. "Ich werde konzentrierter und aufmerksamer auf dem Feld sein und die Fair-Play-Regeln beachten."
Einen Tag nach dem Vorfall hatte sich Adriano noch uneinsichtig gezeigt: Er freue sich über alle Tore, "auch über das erste", hatte der Spieler gesagt.
luk/dpa