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24.11.2012
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Pyro-Ausschreitungen

Strafverfahren gegen 60 Schalke-Ultras

DPA

Schalker Fans: Bengalos im Heimsiel gegen Frankfurt gezündet

Der Kampf zwischen Ultras und Ordnungshütern hält an: Schalker Anhänger zündeten im Spiel gegen Frankfurt zwei Dutzend Benglos, so dass die zweite Halbzeit nur mit Verspätung beginnen konnte. Nun hat die Polizei 60 Strafverfahren eingeleitet.

Hamburg - Die Ansage war eindeutig. "Ihr kriegt uns niemals klein" stand auf einem von Schalker Anhängern während der Partie gegen Eintracht Frankfurt (1:1)gezeigtem Plakat. Ganz offensichtlich eine Reaktion auf die unter der Woche veröffentliche Polizei-Studie zur Gewalt in Stadien. Wenig später brannten die Fans Pyrotechnik ab.

Die Reaktion folgte prompt: Nach der Partie leitete die Gelsenkirchener Polizei gegen etwa 60 Ultra-Fans des Clubs werden wegen Abbrennens von bengalischen Fackeln Strafverfahren ein. "war eine traurige Angelegenheit. Wir haben von etwa 60 Personen die Personalien festgestellt und werden gegen diese auch Strafverfahren einleiten", sagtePolizeisprecher Konrad Kordts: "Wir haben die Aktion videografiert und die Personen identifiziert. Dann haben wir sie nach dem Spiel abgefangen."

Schalke verhängt mehrere Stadionverbote

In der Halbzeitpause hatten Ultras aus dem Fanclub "Hugos" zwei Dutzend Benglos gezündet, so dass sich der Anpfiff der zweiten Halbzeit um einige Minuten verzögerte. Die Abdeckung zu einem Ausgang geriet dabei in Brand.

Die übrigen Schalker Anhänger entgegneten dem Feuerwerk mit lautstarken Sprechchören: "Ihr seid scheiße wie der BVB" und "Wir sind Schalker, und ihr nicht". Schiedsrichter Günter Perl wartete ab, bis sich der Rauch etwas verzogen hatte, und pfiff dann die zweite Halbzeit an.

"So etwas ist absolut zu verurteilen. Ich denke, unsere Fans haben die richtige Anwort gegeben", sagte Schalkes Sportdirektor Horst Heldt. Er fügte hinzu, dass infolge der Ausschreitungen des Spiels bei Borussia Dortmund (Schalke siegte am 20. Oktober 2:1) am Sonntag einige Stadionverbote in Kraft treten würden: "Ich gehe davon aus, dass aus dieser Gruppe einige Personen dabei sein werden."

Schon am Freitag hatten Anhänger des Hamburger SV beim Spiel in Düsseldorf zahlreiche Bengalos gezündet. Dabei ging ein Transparent mit der Aufschrift "Lasst uns ein Spiel spielen" in Flammen auf. Erst als die Feuerwehr das Feuer gelöscht und der Rauch sich verzogen hatte, konnte das Spiel beginnen.

leh/sid

Forum

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insgesamt 13 Beiträge
1. Immerhin
vowi2 24.11.2012
Jetzt hatten die "normalen" Fans auch mal 'nen Grund ihre Stimmen zu erheben. Das Spiel ihrer Mannschaft ist ihnen ja offensichtlich nicht genug.
Jetzt hatten die "normalen" Fans auch mal 'nen Grund ihre Stimmen zu erheben. Das Spiel ihrer Mannschaft ist ihnen ja offensichtlich nicht genug.
2.
kuddel37 24.11.2012
Zusätzlich zu Urteil im Strafverfahren wird es ja wohl 60 lebenslange Stadienverbote geben?
Zitat von sysopDPADer Kampf zwischen Ultras und Ordnungshütern hält an: Schalker Fans zündeten im Spiel gegen Frankfurt zwei Dutzend Benglos, so dass die zweite Halbzeit nur mit Verspätung beginnen konnte. Nun hat die Polizei 60 Strafverfahren eingeleitet. http://www.spiegel.de/sport/fussball/a-869140.html
Zusätzlich zu Urteil im Strafverfahren wird es ja wohl 60 lebenslange Stadienverbote geben?
3. 0 Toleranz
TICKundTOOF 24.11.2012
Den Chaoten ist es doch egal was passiert. Es gibt auch kleine Kinder im Stadion, wenn da ein Ausgang brennt oder auch mal mehr, sich jemand ernsthaft verletzt oder anderweitig eine Panik ausbricht, ist das Geschrei groß. Ich bin [...]
Den Chaoten ist es doch egal was passiert. Es gibt auch kleine Kinder im Stadion, wenn da ein Ausgang brennt oder auch mal mehr, sich jemand ernsthaft verletzt oder anderweitig eine Panik ausbricht, ist das Geschrei groß. Ich bin Fußballfan und mag den Sport, gehe auch ab und zu ins Stadion. Meiner Meinung nach sollte man 0 Toleranz zeigen und den Sport vor den Chaoten schützen; dazu gehört auch, den Chaoten keine Bühne zu bieten. Bei solchen Aktionen mit zig Bengalos sollte einerseits das Fernsehbild abgeschalten werden und andererseits das Spiel abgebrochen werden. Kosten - und da hängt verdammt viel Geld dran - werden auf die Chaoten verteilt, da die die Sicherheit einer solchen Massenveranstaltung vorsätzlich gefährdet haben. Voraussetzung für die Haftung ist allerdings, dass diese Chaoten überhaupt lebendig aus dem Stadion kommen. Mit der Methode wäre das Problem schnell gelöst und die Menschen zu Hause müssten sich wenigstens nicht fremdschämen wenn sie die eigenen sogenannten Fans in Akion sehen.
4. hoffentlich
Bee1976 24.11.2012
nimmt sich die politik bald dieses problems an. vereine, fans, dfb und dfl eiern eigentlich ergebnislos herum, die fans machen stanedig deutlich das sie den kaese auch garnicht wollen und es wird trotzdem weitergezündelt, dann [...]
nimmt sich die politik bald dieses problems an. vereine, fans, dfb und dfl eiern eigentlich ergebnislos herum, die fans machen stanedig deutlich das sie den kaese auch garnicht wollen und es wird trotzdem weitergezündelt, dann also der holzhammer und gut
5. Diese Veranstaltung, die man früher Fussball nannte,
herr_kowalski 24.11.2012
ist zu einer Veranstaltung von Proleten und Irren verkommen. Das wird bei größer werdenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten in diesem unserem Lande noch ganz andere Formen annehmen.
Zitat von sysopDPADer Kampf zwischen Ultras und Ordnungshütern hält an: Schalker Fans zündeten im Spiel gegen Frankfurt zwei Dutzend Benglos, so dass die zweite Halbzeit nur mit Verspätung beginnen konnte. Nun hat die Polizei 60 Strafverfahren eingeleitet. http://www.spiegel.de/sport/fussball/a-869140.html
ist zu einer Veranstaltung von Proleten und Irren verkommen. Das wird bei größer werdenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten in diesem unserem Lande noch ganz andere Formen annehmen.

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