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28.11.2012
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Mainz-Shootingstar Parker

Mütze auf, Mund zu

AP

Mainzer Parker: Tor und Torvorlage im Spiel gegen Frankfurt

Ein Tor, eine Torvorlage und ein ziemlich frecher Auftritt: Shawn Parker wurde bei seinem Mainzer Startelf-Debüt zum Matchwinner im Derby gegen Frankfurt. Der 19 Jahre alte Stürmer gilt als großes Talent - nur sprechen will er darüber nicht.

Hamburg - Die erste Bundesliga-Saison soll für Shawn Parker ein Lehrjahr sein - mit der Option auf mehr. So schreibt es sein Verein Mainz 05 auf der Club-Homepage. Und offenbar hat der 19-Jährige diese Option gezogen, schon bei seinem ersten Startelf-Einsatz. Beim 3:1 (2:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt bereitete er das erste Tor perfekt vor, erzielte das zweite selbst und traf zudem einmal die Latte.

Vor kurzem noch in der Regionalliga aufgelaufen, wurde er nun zum Matchwinner, Trainer Thomas Tuchel lobte: "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht." Und Parker selbst? Der Nachwuchsstürmer wurde in der 67. Minute ausgewechselt, setzte sich schnell eine Mütze auf und dann auf die Auswechselbank. Anschließend wollte er seine Leistung selbst nicht kommentieren. Manager Christian Heidel sagte: "Der Junge ist auf dem Boden geblieben, er möchte jetzt nicht abgefeiert werden." Stattdessen wolle er zunächst in weiteren Spielen überzeugen - und dann sprechen. Dass diese folgen werden, ist nach seinem Auftritt in Frankfurt wahrscheinlich.

Parker, als Sohn eines US-Soldaten in Wiesbaden aufgewachsen, wechselte 2005 zum FSV und durchlief dort alle Nachwuchsmannschaften. Schnell wurde sein außergewöhnliches Talent deutlich, ab der U16 spielte er in den DFB-Jugendnationalmannschaften - und bewies schon dort seine Torjägerqualitäten: In 43 Partien für Deutschland schoss Parker 24 Tore.

Eigentlich wollten die Mainzer ihn deshalb schon früher ins Profiteam einbinden, doch Parker stand sich selbst im Weg. Bei einem Testspiel im Sommer war er "so nervös, dass er gar nicht Fußball spielen konnte", wie Tuchel nun berichtete. Und das vor 200 Fans. Zudem verschoss er in der Saisonvorbereitung beim TuS Koblenz einen Elfmeter.

"Wir wussten ja nicht genau, wo Shawn im Bundesliga-Vergleich wirklich steht, wie er auf dieses Spieltempo reagiert, auf diese Kulisse in so einem Derby", sagte Trainer Tuchel nach der Partie, war dann über die gezeigte Leistung aber umso erfreuter: "Es hat mich sehr beeindruckt, wie er das gelöst hat, das war wirklich große Klasse. Aber es war auch ein Stück weit eine Wundertüte."

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 1:3 (0:2)
0:1 Ivanschitz (18.)
0:2 Parker (42.)
0:3 Noveski (52.)
1:3 Szalai (55., Eigentor)
Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Kempf, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner (71. Kouemaha), Inui (82. Kittel) - Occean (46. Celozzi), Meier
Mainz: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Baumgartlinger - Polanski, Soto (63. Marco Caligiuri) - Ivanschitz (46. Nicolai Müller) - Parker (69. Risse), Szalai
Schiedsrichter: Stark
Zuschauer: 47.800
Gelb-Rote Karte: Baumgartlinger wegen wiederholten Foulspiels (88.)
Gelbe Karten: Schwegler (5), Zambrano (5) - Polanski (2)

leh

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insgesamt 4 Beiträge
1. optional
kh1969 28.11.2012
Wunderbar, dass es immer wieder junge Spieler gibt, die sich durchsetzen. Durchsetzen? Ein Spiel macht noch keine Karriere. Im übrigen: darf man hier auch die Schiedsrichterleistung von gestern abend thematisieren? Die war [...]
Wunderbar, dass es immer wieder junge Spieler gibt, die sich durchsetzen. Durchsetzen? Ein Spiel macht noch keine Karriere. Im übrigen: darf man hier auch die Schiedsrichterleistung von gestern abend thematisieren? Die war bemerkenswert merkwürdig......
2. Blablabla
optaeck 28.11.2012
Nein, darf man nicht. Frankfurt hat sicher nicht wegen des Schiedrichters verloren.
Zitat von kh1969Wunderbar, dass es immer wieder junge Spieler gibt, die sich durchsetzen. Durchsetzen? Ein Spiel macht noch keine Karriere. Im übrigen: darf man hier auch die Schiedsrichterleistung von gestern abend thematisieren? Die war bemerkenswert merkwürdig......
Nein, darf man nicht. Frankfurt hat sicher nicht wegen des Schiedrichters verloren.
3.
loncaros 28.11.2012
Was gibt's da auch groß zu sagen? Sport"Journalisten" stellen Spielern doch immer die gleichen langweiligen Fragen, da würd ich auch lieber duschen gehen als mir so eine dämliche Frage wie "Sie haben heute zwei [...]
Was gibt's da auch groß zu sagen? Sport"Journalisten" stellen Spielern doch immer die gleichen langweiligen Fragen, da würd ich auch lieber duschen gehen als mir so eine dämliche Frage wie "Sie haben heute zwei Tore geschossen, finden Sie das gut?" und "Würden Sie nächstes Spiel gerne wieder zwei Tore schießen?" zu beantworten...
4. @ kh1969
martin0569 28.11.2012
Nein! Darf man in diesem Fall nicht! Wie verbohrt in den eigenen Verein muss man denn sein, um nicht einzusehen, dass die eigene Leistung eben nicht gereicht hat gegen ein besseres Team, dies dann auf die fehlerfreie Leistung der [...]
Nein! Darf man in diesem Fall nicht! Wie verbohrt in den eigenen Verein muss man denn sein, um nicht einzusehen, dass die eigene Leistung eben nicht gereicht hat gegen ein besseres Team, dies dann auf die fehlerfreie Leistung der unparteiischen zu schieben und dann einen Artikel im Spiegel, in dem es nur am Rande um das Spiel geht, noch mal als Plattform zum eigenen Frustabbau zu nutzen??? Gute Nacht Eintracht Frankfurt

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