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02.12.2012
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Hoffenheim-Niederlage

Vier Tore gegen Babbel

Von
DPA

1899-Trainer Babbel: "Ich fokussiere mich auf Freitag"

Es wird eng für Hoffenheim-Trainer Markus Babbel. Vier Tore kassierte seine phasenweise desolate Mannschaft gegen Werder Bremen. Der Coach selbst gibt sich kämpferisch: "Ich gehe als Letzter von Bord."

Hamburg - Die Situation für Markus Babbel war zuvor schon schwierig - jetzt ist sie miserabel. Der Hoffenheim-Trainer, seit Wochen in der Kritik, hatte im Heimspiel gegen Werder Bremen auf einen Sieg, einen Befreiungsschlag, gehofft. Es gab einen Rückschlag. Und was für einen.

1:4 (0:2) verloren die Hoffenheimer, die eine desolate erste Hälfte spielten. Damit liegt der Club auf Relegationsplatz 16, hat mit 36 Gegentoren die mit Abstand schlechteste Bilanz der Liga.

War's das für Babbel?

Der 40-Jährige selbst geht "felsenfest" davon aus, weiter für die TSG arbeiten zu dürfen. Die Diskussion um seine Person interessiere ihn nicht: "Ich fokussiere mich auf Freitag gegen den HSV. Ich bin der Letzte der von Bord geht, wenn es schwierig wird."

Doch wie lange Babbel im Amt bleibt, entscheiden andere. Allen voran 1899-Mäzen Dietmar Hopp, der momentan in den USA weilt. Sportdirektor Andreas Müller sagte kurz nach Spielende: "Wir sind alle wahnsinnig enttäuscht. Es wäre falsch, in der Emotion Entscheidungen zu treffen, aber wir müssen uns natürlich zusammensetzen. Wir werden die Situation knallhart analysieren und werden die Entscheidung treffen, ob wir mit Markus weiter machen oder nicht."

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Bundesliga: Drei Tore von Arnautovic, zwei Gesichter von Hoffenheim
Ein klares Bekenntnis zum Trainer konnte sich Müller nicht abringen. Kein Wunder, nach der bitteren Niederlage.

Schon in der 21. Minute gingen die Gäste in Führung: Nach einer Freistoßflanke von Kevin de Bruyne köpfte Sebastian Prödl aufs Hoffenheimer Tor, der Ball senkte sich hinter 1899-Keeper Koen Casteels zum 1:0 ins Netz.

Gute Torchancen hatte sich zuvor keine der beiden Mannschaften erspielen können. Werder merkte man deutlich an, dass in Aaron Hunt der bisher beste Bremer der Hinrunde (6 Tore, 4 Vorlagen) mit Wadenproblemen passen musste.

Doch auch ohne spielerischen Glanz kam Werder zum 2:0: Hoffenheims Daniel Williams verlor am eigenen Strafraum den Ball, Marko Arnautovic spielte einen schnellen Doppelpass mit de Bruyne und schob unbedrängt ein. Der doppelte Vorbereiter hätte in der letzten Minute der ersten Halbzeit sogar noch den dritten Treffer erzielen können, doch de Bruyne schoss über das Tor. Wenige Sekunden später schoss Nils Petersen Schlussmann Casteels an.

Auf den Pausenpfiff von Schiedsrichter Knut Kircher folgte ein Pfeifkonzert der Hoffenheim-Fans ob der desolaten Leistung ihres Teams. "Die erste Halbzeit war ganz schwach von uns", sagte Babbel.

Lag es an Babbels Halbzeitansprache? Zumindest wirkten die Hoffenheimer zu Beginn deutlich konzentrierter und aggressiver. Sejad Salihovic schloss einen schönen Angriff überlegt zum 1:2 ab (50. Minute). Kevin Volland (52.) und Fabian Johnson (53.) scheiterten kurz darauf mit ihren Torschüssen.

Werder-Keeper Sebastian Mielitz lenkte mit dem Fuß einen Schuss von Josélu noch um den Pfosten (57.) - schon so kurz nach der Pause hatten sich die Gastgeber mehr gute Chancen erspielt als in der gesamten ersten Halbzeit. Auch von der Tribüne kam nun reichlich Unterstützung. Josélu vergab weitere gute Möglichkeiten, auf der Gegenseite wurde Werder dann nach Handspiel Marvin Comppers im Strafraum ein Elfmeter verwehrt.

Doch wenige Sekunden später verwandelte Arnautovic einen direkten Freistoß aus 18 Metern (73.), sechs Minuten später erzielte der Österreicher mit einem Schlenzer noch seinen dritten Treffer der Partie und sein fünftes Saisontor.

Die Bremer Fans skandierten, bezogen auf den verletzt fehlenden Heimtorwart und Ex-Werder-Keeper Tim Wiese, hämisch: "Zweite Liga, Wiese ist dabei". Sollte es soweit kommen, wäre Babbel wohl schon lange nicht mehr dabei.

1899 Hoffenheim - Werder Bremen 1:4 (0:2)
0:1 Prödl (21.)
0:2 Arnautovic (29.)
1:2 Salihovic (50.)
1:3 Arnautovic (73.)
1:4 Arnautovic (79.)
Hoffenheim: Casteels - Beck, Williams, Compper, Johnson - Streker, Salihovic - Volland, Schröck (37. Firmino) - Schipplock (37. Grifo), Joselu (74. Derdiyok)
Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Ignjovski - Fritz (85. Lukimya), De Bruyne - Arnautovic (84. Füllkrug), Elia (71. Akpala) - Petersen
Schiedsrichter: Knut Kircher
Zuschauer: 23.500
Gelbe Karten: Schipplock, Schröck, Salihovic - Prödl

Forum

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insgesamt 39 Beiträge
1. Das Babbele ...
un-Diplomat 02.12.2012
... kam auch als einer der letzten Kämpfer an Bord da in Sinsheim.. Kämpfen allein reicht genau so wenig, wie, der Bayern-Lobby anzugehören. Einfach abhaken den Schwätzer. Und den Hopp als Fußball-Involvierten ebenfalls. [...]
Zitat von sysopDPAEs wird eng für Hoffenheim-Trainer Markus Babbel. Vier Tore kassierte seine phasenweise desolate Mannschaft gegen Werder Bremen. Der Coach selbst gibt sich kämpferisch: "Ich gehe als Letzter von Bord." http://www.spiegel.de/sport/fussball/hoffenheim-niederlage-vier-werder-tore-gegen-babbel-a-870550.html
... kam auch als einer der letzten Kämpfer an Bord da in Sinsheim.. Kämpfen allein reicht genau so wenig, wie, der Bayern-Lobby anzugehören. Einfach abhaken den Schwätzer. Und den Hopp als Fußball-Involvierten ebenfalls. Es tummeln sich zu viele in der Fußballöffentlichkeit, so auch Tönnies u.a. Ungenannte.
2. der letzte
spiozo 02.12.2012
"Ich gehe als Letzter von Bord." ... das zeugt von viel Qualität. Ein Mann mit Charakter weiß wann er zu gehen hat und wartet nicht auf den (erneuten?) Rauswurf.
Zitat von un-Diplomat... kam auch als einer der letzten Kämpfer an Bord da in Sinsheim.. Kämpfen allein reicht genau so wenig, wie, der Bayern-Lobby anzugehören. Einfach abhaken den Schwätzer. Und den Hopp als Fußball-Involvierten ebenfalls. Es tummeln sich zu viele in der Fußballöffentlichkeit, so auch Tönnies u.a. Ungenannte.
"Ich gehe als Letzter von Bord." ... das zeugt von viel Qualität. Ein Mann mit Charakter weiß wann er zu gehen hat und wartet nicht auf den (erneuten?) Rauswurf.
3. Hallo Andreas Müller!
tantetrudi 02.12.2012
Magath freut sich auf eine neue Herausforderung..... he he he
Zitat von un-Diplomat... kam auch als einer der letzten Kämpfer an Bord da in Sinsheim.. Kämpfen allein reicht genau so wenig, wie, der Bayern-Lobby anzugehören. Einfach abhaken den Schwätzer. Und den Hopp als Fußball-Involvierten ebenfalls. Es tummeln sich zu viele in der Fußballöffentlichkeit, so auch Tönnies u.a. Ungenannte.
Magath freut sich auf eine neue Herausforderung..... he he he
4.
troy_69 02.12.2012
Zitat von un-Diplomat... kam auch als einer der letzten Kämpfer an Bord da in Sinsheim.. Kämpfen allein reicht genau so wenig, wie, der Bayern-Lobby anzugehören. Einfach abhaken den Schwätzer. Und den Hopp als Fußball-Involvierten ebenfalls. Es tummeln sich zu viele in der Fußballöffentlichkeit, so auch Tönnies u.a. Ungenannte.
5. schlechter Trainer
troy_69 02.12.2012
Wenn man die meisten Gegentore kassiert sollte man eben erstmal alles daran setzen hinten dicht zu machen. Wenn es dann hinten wieder einigermassen passt, dann kann man auch wieder über das "Vorne" nachdenken. Favre hat [...]
Wenn man die meisten Gegentore kassiert sollte man eben erstmal alles daran setzen hinten dicht zu machen. Wenn es dann hinten wieder einigermassen passt, dann kann man auch wieder über das "Vorne" nachdenken. Favre hat das beispielhaft mit Gladbach vorgemacht. Babbel kann halt nur CL... Ich hoffe Hoppe hält an Babbel fest, dann steigt dieses unsägliche Konstrukt vielleicht endlich wieder ab...

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