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05.12.2012
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Einsatz bei Club-WM

Härtetest für Torlinientechnik

Auf der Suche nach der passenden Torlinientechnologie sind bei der Fifa noch zwei Systeme im Rennen, beide werden ab Donnerstag bei der Club-WM ausprobiert, welche Technik dann tatsächlich beim Confed-Cup zum Einsatz kommt, entscheidet sich im Januar.

Hamburg - Drin oder nicht drin? Um eine Antwort auf die wichtigste Streitfrage im Fußball zu finden, wurde viel diskutiert und ausprobiert. Nun könnte es in Kürze eine Lösung geben. Zwei Systeme der Torlinientechnologie konnten die Verantwortlichen des Weltverbanddes Fifa so weit überzeugen, dass sie bei der Fifa-Club-WM vom 8. bis 18. Dezember in Japan eingesetzt werden. Der Weltverband will bei dem Turnier sowohl das im Tennis genutzte Hawk Eye als auch die magnetfeldbasierte GoalRef-Technik mit einem Chip im Ball ausprobieren.

"Das ist eine Art Revolution", sagte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke einen Tag vor dem Auftakt-Spiel zwischen Sanfrecce Hiroshima und Auckland City FC in Yokohama. "Die Tests sind abgeschlossen und waren erfolgreich." Eines der beiden Systeme soll dann beim Confederations Cup im kommenden Jahr genutzt werden. Bereits im Juli hatte das International Football Association Board (IFAB) den ersten Einsatz der technischen Hilfsmittel bei der Club-WM erlaubt.

Die neuen Resultate sollen im Januar analysiert und bei einem Workshop im Fifa-Workshop im März besprochen werden. Danach soll die Entscheidung fallen, welche Technik beim Confed-Cup in Brasilien zum Einsatz kommen wird.

DFL wartet Teste in Japan ab

Während der Club-WM wird in den Stadien von Yokohama das GoalRef-System eingesetzt, in Toyota ist das kamerabasierte Hawk-Eye installiert. "Das Wichtigste ist, dass die Technologie so gut wie möglich arbeitet und keine Fehler macht", sagte Hawk-Eye-Manager Steve Carter. 90 Minuten vor jedem Spiel werden die Schiedsrichter das System testen und bestimmen, ob sie in der Partie darauf zurückgreifen möchten. "Wenn er Zweifel hat, hat er das Recht, es nicht zu gebrauchen", sagte Valcke. Die Kosten für die Tests und Vorbereitung für das Turnier bezifferte er auf rund zwei Millionen Dollar.

Entscheide er sich für die Unterstützung der Technik, werde der Referee innerhalb von Sekunden mit dem Schriftzug "Goal" auf seiner Armbanduhr über ein Tor informiert, sagte der Fifa-Generalsekretär. Die Zuschauer sollten davon zunächst nichts mitbekommen.

Fifa-Chef Joseph Blatter hatte sich erst nach mehreren Fehlentscheidungen bei der WM 2010 in Südafrika aufgeschlossen gegenüber Technologien gezeigt. Damals war unter anderem England ein klares Tor von Frank Lampard gegen Deutschland nicht gegeben worden. "Das darf nie wieder passieren", unterstrich Valcke.

Auch für die Bundesliga sind die Ergebnisse in Japan wichtig: Der Vorstand der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hatte im November überraschend beschlossen, die neue Technologie nicht schon kommendes Jahr einzuführen und zunächst die Tests abzuwarten.

psk/dpa

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insgesamt 1 Beitrag
1. ...
jujo 06.12.2012
Mich wundert nicht das Blatter und seine Genossen bis zuletzt gegen die unbestechliche, unmanipulierbare (?) Technik waren, sind doch die Manipulateure von Spielen Brüder im Geiste der FIFA Mafiosies!
Zitat von sysopREUTERSAuf der Suche nach der passenden Torlinientechnologie sind bei der Fifa noch zwei Systeme im Rennen, beide werden ab Donnerstag bei der Club-WM ausprobiert, welche Technik dann tatsächlich beim Confed-Cup zum Einsatz kommt, entscheidet sich im Januar. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fifa-testet-torlinientechnik-a-871177.html
Mich wundert nicht das Blatter und seine Genossen bis zuletzt gegen die unbestechliche, unmanipulierbare (?) Technik waren, sind doch die Manipulateure von Spielen Brüder im Geiste der FIFA Mafiosies!

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