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15.12.2012
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Internationaler Fußball

Achtung, Super-Wochenende in Europa

REUTERS

Paris-Profi Ibrahimovic: Bester Torschütze in Frankreich in dieser Saison

Barça gegen Atlético, Paris gegen Lyon, Lazio gegen Inter: Zum Jahresende stehen in drei europäischen Top-Ligen Spitzenspiele an - alle am kommenden Wochenende. Wie ist die Ausgangslage, wer steht unter Druck? Ein Überblick.

Hamburg - Barcelona gegen Madrid, Erster gegen Zweiter, Spitzenspiel in der spanischen Primera División: Die Rahmenbedingungen für die Partie am Sonntag klingen bekannt, Barcelona gegen Madrid ist traditionell das Spitzenspiel in Spanien. Dieses Mal ist das große Real aber nur Zuschauer, Stadtrivale Atlético ist im Camp Nou zu Gast (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) - und will Barça in der Liga die erste Saisonniederlage bescheren.

Das Duell in Spanien ist nur eines von drei Spitzenspielen, die am Wochenende in den europäischen Fußball-Ligen steigen. Während das Giganten-Duell in England zwischen den Manchester-Clubs City und United bereits am vergangenen Sonntag über die Bühne ging, fiebern nun die Fans in Spanien, Frankreich und Italien großen Fußball-Festen entgegen.

Atlético Madrid hätte mit einem Sieg die Möglichkeit, den Kampf um die Meisterschaft noch einmal spannend machen. Andernfalls wäre das bislang ungeschlagene Barça auf dem Weg zum 22. Titel kaum noch aufzuhalten. Atlético-Torwart Thibaut Courtois, dessen Club mit 37 Punkten sechs Zähler hinter Barcelona liegt, ist bei dieser Mission zuversichtlich: "Ich fürchte keinen Gegner, auch nicht Messi", sagt der Belgier. Dennoch: Barcelona gewann von 15 Ligaspielen 14, spielte einmal unentschieden - zu Hause, gegen Real Madrid.

Barça gegen Atlético ist auch das Duell Messi gegen Falcao

Das Duell Barça gegen Atlético ist auch das Aufeinandertreffen der beiden derzeit besten Stürmer Spaniens. Denn genauso wie Real nur Dritter ist, muss sich sein Superstar Cristiano Ronaldo aktuell mit Platz drei in der Torjägerliste zufriedengeben. Der Portugiese erzielte bislang 13 Treffer. Atléticos Falcao kommt auf 16 Tore, Barças Über-Stürmer Lionel Messi hat 23-mal getroffen.

In einer Kategorie war Real in dieser Woche aber doch top: der größte Lacher. Präsident Florentino Perez traf Falcao bei einer Veranstaltung in Madrid. Weil dem Stadtrivalen die sehr guten Leistungen des Kolumbianers nicht entgangen sind, hielt Perez dem 26-Jährigen ein Papierserviette hin und sagte: "Unterschreiben Sie hier!" So hatte der Real-Präsident einst Zinedine Zidane nach Madrid geholt.

Paris kann mit einem Sieg Lyon von der Spitze stürzen

In Zidanes Heimat Frankreich steht der frühere Sturmpartner Messis seit Wochen im Mittelpunkt: Zlatan Ibrahimovic, in der Saison 2009/2010 für Barcelona aktiv und seit dieser Spielzeit bei Paris St. Germain unter Vertrag, empfängt am Sonntag (21 Uhr) mit seinem Club Olympique Lyon. Zweiter gegen Erster ist die Konstellation, und in Frankreich verspricht das Duell noch mehr Spannung als die Top-Partie in Spanien.

Spitzenreiter Lyon liegt mit 35 Punkten nur drei Zähler vor Paris. Gewinnt der Hauptstadt-Club, übernimmt er wegen der besseren Tordifferenz die Tabellenführung. Allerdings ist Paris nur das fünftbeste Heimteam der Ligue 1, hat zwei seiner drei Saisonniederlagen vor eigenem Publikum kassiert. Noch eine Parallele zum Duell in Spanien: Bei dem Spiel treffen die beiden erfolgreichsten Torjäger der französischen Liga aufeinander. Ibrahimovic hat schon 17-mal getroffen, Lyons Bafetimbi Gomis kommt bislang auf zehn Tore.

Das dritte Spitzenspiel an diesem Wochenende in Europas Top-Ligen steigt in Italien. Lazio Rom mit Miroslav Klose empfängt am Samstag (20.45 Uhr) Inter Mailand. Wer dem deutschen Nationalspieler die Daumen drückt, dem sei gesagt: Ein Lazio-Sieg wäre überhaupt nicht gut für die Spannung in der italienischen Meisterschaft. Juventus Turin (38 Punkte) führt nämlich die Tabelle vor Inter (34) an. Siegt Mailand also nicht in Rom, droht der Titelverteidiger an der Spitze zu enteilen.

Der Trend spricht leicht für die Römer, die fünf Spiele in Folge nicht verloren haben, dabei dreimal siegten, somit elf Punkte einfuhren. Zum Vergleich: Inter holte aus den vergangenen fünf Partien sieben Zähler. Ein Sieg gegen Mailand, und Lazio wäre wieder im Rennen um Platz zwei, der die direkte Qualifikation für die Champions League bedeutet. Klose war zuletzt angeschlagen, meldete sich aber rechtzeitig zum Spitzenspiel wieder fit.

Es ist alles angerichtet für ein großes Fußball-Fest - in Italien ebenso wie in Spanien und Frankreich.

ham

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