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19.12.2012
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DFB-Pokal

Wolfsburg feiert Last-Minute-Sieg gegen Bayer

Getty Images

Der VfL Wolfsburg zeigte gegen Leverkusen lange Zeit eine ganz schwache Leistung - drehte in der Schlussphase aber gewaltig auf. Nach einem Eigentor schossen Christian Träsch und Bas Dost den VfL doch noch zum Sieg und ins Viertelfinale. Weniger Mühe hatte Bochum mit 1860 München.

Hamburg - In der Bundesliga auf Platz zwei, in der Europa League in der Zwischenrunde - doch im DFB-Pokal ist für Bayer Leverkusen in dieser Saison schon nach dem Achtelfinale Schluss: Das Team verlor nach einer dramatischen Schlussphase 1:2 (1:0) beim VfL Wolfsburg.

Im zeitgleichen Duell der Zweitligisten gewann der VfL Bochum 3:0 (1:0) gegen 1860 München, das über eine Stunde in Unterzahl spielte.

In Wolfburg gab es zunächst kaum gefährliche Szenen in Tornähe. Lediglich ein Schuss sprang auf beiden Seiten in den ersten 15 Minuten heraus. Für mehr Aufregung hatte das angebliche Interesse der Wolfsburger an Bernd Schuster als Trainer gesorgt. VfL-Manager Klaus Allofs wollte vor der Begegnung aber einen Bericht, nach dem er sich bereits mit dem ehemaligen Nationalspieler getroffen habe, aber nicht kommentieren.

Sinnbildlich für das schwache Spiel war das 1:0. Eine halbhohe Flanke von Sebastian Boenisch lenkte VfL-Abwehrspieler Fagner unbedrängt ins eigene Netz (31. Minute). Auf Seiten der Wolfsburger sorgte einzig Verteidiger Naldo für etwas Gefahr (16./40.).

Spielmacher Diego scheiterte mit einem Freistoß an Leverkusens Keeper Bernd Leno (55.), ansonsten blieb der VfL auch nach der Pause zunächst harmlos. Erst rund eine halbe Stunde vor Ende der Partie trauten sich die Wolfsburger mehr. Leno konnte einen Schuss von Marcel Schäfer nur mit Mühe abwehren, Ömer Toprak klärte den Abpraller vor Ivica Olic. Man merkte: Wolfsburg hatte sich noch nicht aufgegeben.

Nach 75 Minuten kam Christian Träsch in die Partie - drei Minuten später traf der ehemalige Nationalspieler per Direktabnahme zum 1:1-Ausgleich. Der bis dahin unauffällige Bas Dost machte mit seinem Treffer in der Schlussminute den Sieg der Wolfsburger perfekt.

VfL Bochum - 1860 München 3:0 (1:0)

Die Partie in Bochum erhielt beim Stand von 0:0 in der 26. Minute eine wohl entscheidende Wendung. Schiedsrichter Tobias Welz zeigte Münchens Guillermo Vallori nach einem Zweikampf gegen Bochums Alexander Iaschvili die Rote Karte für eine vermeintliche Notbremse - eine harte Entscheidung.

Ohne den Innenverteidiger stand 1860 unsicher, nur vier Minuten nach dem Platzverweis nutzte Zlatko Dedic die Chance zum 1:0. Die beste Chancen der "Löwen" vergab Benjamin Lauth nach schöner Einzelleistung in der 39. Minute. Mit dem Halbzeitpfiff verfehlte Daniel Bierofka das VfL-Tor nur knapp.

Nach der Pause war die Überlegenheit der Gastgeber deutlich zu spüren, 1860-Torhüter Gabor Kiraly verhinderte aber einen höheren Rückstand, als er innerhalb von fünf Sekunden gleich dreimal stark parierte (54.).

Beim 2:0 war Kiraly dann machtlos: Lukas Sinkiewicz verlängerte einen Eckball, Marcel Maltritz köpfte aus fünf Metern ins Tor (75.). Das 3:0 drei Minuten später war fast eine Kopie: Wieder war es der Innenverteidiger, der nach einer Ecke per Kopf zum Endstand traf.

luk/sid/dpa

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