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25.12.2012
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Attacke auf van Persie

Freispruch für Swansea-Rüpel Williams

AFP

Sir Alex Ferguson forderte ein lange Sperre, die FA verhängte gar keine: Der englische Fußballverband hat Ashley Williams freigesprochen. Der Swansea-Kapitän hatte Robin van Persie mit voller Wucht an den Hinterkopf geschossen.

Hamburg - Das wird Sir Alex Ferguson nicht erfreuen: Der englische Fußballverband FA hat entschieden, keine Sperre gegen Ashley Williams zu verhängen. Der Kapitän von Swansea City hatte im Premier-League-Spiel gegen Manchester United (1:1) Robin van Persie an den Hinterkopf geschossen, obwohl das Spiel schon unterbrochen war - und so für Empörung bei Ferguson gesorgt.

"In der Situation sieht man deutlich, dass er hätte getötet werden können", hatte er nach dem Spiel dem TV-Sender Sky Sport News gesagt. "Williams sollte für lange Zeit gesperrt werden. Das war die gefährlichste Szene, die ich seit Jahren auf einem Fußballplatz gesehen habe."

Die FA sah dies allerdings anders. Der Verband entschied, dass die Bestrafung von Schiedsrichter Michael Oliver angemessen war. Oliver hatte Williams und van Persie jeweils die Gelbe Karte gezeigt. Zudem legte die FA fest, dass Ferguson für seine Äußerungen ebenfalls nicht bestraft wird.

Williams hatte sich bereits nach dem Spiel erklärt. Der BBC sagte er: "Ich habe den Ball im Frust weggeschossen und wollte ihn natürlich nicht am Kopf treffen." Sein Trainer Michael Laudrup hatte gesagt: "Solche Situationen können in Fußballspielen passieren. In dem Moment wird man wütend, aber hinterher gibt man sich die Hand und es geht weiter."

leh

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insgesamt 48 Beiträge
1. England, Du hast es besser
haltetdendieb 25.12.2012
Alleine für die auf dem Foto gezeigte Geste hätte der Kapitän von Swansea in Deutschland Doppelrot und 5 Spieltage Sperre bekommen. Für den Schuss gegen den Kopf noch mal Doppelrot und noch mal 5 Spieltage Sperre oben drauf. [...]
Alleine für die auf dem Foto gezeigte Geste hätte der Kapitän von Swansea in Deutschland Doppelrot und 5 Spieltage Sperre bekommen. Für den Schuss gegen den Kopf noch mal Doppelrot und noch mal 5 Spieltage Sperre oben drauf. Die FA und England reagiert gelassen! Solche Schiedsrichter und solch einen DFB bräuchten wir auch in Deutschland.
2. Versehen?
b399y 25.12.2012
Man sieht doch ziemlich deutlich das er mit absicht geschossen hat. Hätte mir das ein 3 jähriges Kind erzählt könnte ich das fast glauben. Ich kann nicht verstehen warum so ein feiger Angriff nicht geahndet wird.
Man sieht doch ziemlich deutlich das er mit absicht geschossen hat. Hätte mir das ein 3 jähriges Kind erzählt könnte ich das fast glauben. Ich kann nicht verstehen warum so ein feiger Angriff nicht geahndet wird.
3. Kopfschütteln
siegmundfreud 25.12.2012
und komplettes Unverständnis empfinde ich bei haltetdendiebs Kommentar. Wahrscheinlich gehört er zu den Vollpfosten, die sich jeden Samstag wie kleine Kinder beim Bengalo-Abbrennen in irgendeiner Ultrakurve aufgeilen und dann [...]
und komplettes Unverständnis empfinde ich bei haltetdendiebs Kommentar. Wahrscheinlich gehört er zu den Vollpfosten, die sich jeden Samstag wie kleine Kinder beim Bengalo-Abbrennen in irgendeiner Ultrakurve aufgeilen und dann abends kleinlaut Muttis Kakao einschlürfen. Wer diese Szene live gesehen hat, kann die Gefährlichkeit des Schusses nicht leugnen oder verharmlosen. Da fehlen mir die Worte ob eines solchen Kommentars.
4. Tja, wie ich schon immer gesagt habe ...
Blödian 25.12.2012
... Fussball ist kein Sport, sondern nur die moderne Version der Gladiatorenspiele. Eine Massenveranstaltung ohne Ethik und Moral. "Sportlicher" Wettkampf, bedeutet ein sich Messen in ritterlicher, anständiger Weise. [...]
... Fussball ist kein Sport, sondern nur die moderne Version der Gladiatorenspiele. Eine Massenveranstaltung ohne Ethik und Moral. "Sportlicher" Wettkampf, bedeutet ein sich Messen in ritterlicher, anständiger Weise. Wer bewusst versucht heimtückisch einen anderen zu verletzen oder sich unsittlich verhält, dadurch dass er beispielsweise eine Schwalbe macht, hat im Sport nichts verloren. Ich verstehe die Zuschauer nicht, die so einem danach noch zujubeln. Ich erwarte von den Fans, dass sie solchen Leuten den Rücken kehren, damit so etwas nicht mehr vorkommt. Von den Vereinen erwarte ich, dass sie die Leute rausschmeißen. Von den Verbänden erwarte ich, dass Sie die Leute sperren. Und von den Medien erwarte ich, dass es bei der Berichterstattung nicht nur um Siege geht, sondern dass ein sportlicher Sieg auch immer "sportlich" sein muss. Wie kann ein "Sportler" noch Fans haben, wenn er sich so verhält? Es sollte sich nicht nur der Täter schämen, sondern alle, die ihm danach noch zujubeln, die ihn dafür bezahlen und die ihn weiter in einer Liga oder bei einem Turnier spielen lassen. Schämt Euch! Beim Tennis gäbe es das nicht.
5.
liverbird 25.12.2012
Tja hätte seine Heiligkeit Sir Alex sich nicht wieder so maßlos in der Presse geäußert und versucht die FA (Ferguson Association) zu beeinflussen, wäre es wahrscheinlich zu einer Sperre gekommen, das Williams ja kein [...]
Tja hätte seine Heiligkeit Sir Alex sich nicht wieder so maßlos in der Presse geäußert und versucht die FA (Ferguson Association) zu beeinflussen, wäre es wahrscheinlich zu einer Sperre gekommen, das Williams ja kein unbeschriebenes Blatt ist. Wenn sich aber seine Durchlaucht hinstellt und rumpalavert muss man sich nicht wundern. Irgendwann reicht es auch dem parteiischten Verband der Welt mit der Einflussnahme. Sicher hätte man Williams sperren müssen, dass hätte die FA schon vor dem Spiel gegen Liverpool machen müssen, als sich Williams hinstellte und sinngemäß meinte, dass er Suarez am liebsten so foulen würde, dass er ausfällt. Komisch nur, dass sich der Sir da nicht zu geäußert hat. Jetzt aber wieder rumheult. Wie gesagt, Williams hätte gesperrt gehört, für Ferguson freut mich aber sein Freispruch. Da kann man schonmal das Popcorn rausholen und auf die Reaktion aus Manchester warten. Wird sicher lustig.

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