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09.01.2013
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Manipulation im Fußball

Fifa sperrt 41 südkoreanische Spieler weltweit

DPA

Fifa-Hauptquartier in Zürich: Nationale Sperren ausgeweitet

Erst waren sie nur national gesperrt, nun dürfen 41 Spieler aus Südkorea weltweit nicht mehr am Profifußball teilnehmen. Dieses Urteil fällte der Weltverband Fifa. Die Männer waren an Spielabsprachen in der K-League beteiligt.

Hamburg - Weil sie Spiele manipuliert haben, wurden 41 Männer aus Südkorea für alle Tätigkeiten im Profifußball gesperrt - und zwar weltweit. Der südkoreanische Fußballverband (KFA) und die Disziplinarkommission der südkoreanischen K-League hatte gegen die Fußballer nationale Sperren ausgesprochen, die die Disziplinarkommission des Weltverbandes am Mittwoch ausdehnte. Das berichtet die Fifa auf ihrer Internetseite.

Die Spieler waren im Sommer 2011 an Spielabsprachen in der K-League beteiligt. Sie sollen absichtlich Fehler gemacht haben, um dadurch den Verlauf der Partien zu beeinflussen. Im Gegenzug sollen sie Geld von Glücksspielvermittlern erhalten haben.

21 von ihnen haben nach Fifa-Angaben ein Geständnis abgelegt und ihr Bedauern über ihre Beteiligung an der Manipulation ausgedrückt. Für sie besteht daher die Möglichkeit, nach einer Probezeit von zwei bis fünf Jahren wieder zum Profifußball zurückzukehren. Voraussetzung dafür sollen 200 bis 500 Stunden gemeinnützige Arbeit sein, etwa Unterstützung von Behindertenfußball oder lokale Tätigkeiten im Kampf gegen Spielmanipulationen. Über die Aufhebung der Sperre entscheidet dann der KFA.

Bereits im Juni 2012 hatte die Fifa von der Disziplinarkommission der K-League und des KFA ausgesprochene Sanktionen gegen zehn andere Fußballer in weltweite Strafen ausgeweitet. Sie waren an Spielabsprachen in der K-League und im nationalen Pokal beteiligt gewesen.

ham/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
1.
fussball11 09.01.2013
Man stelle sich vor, die wären Radsportler. Aus allen Ecken kämen die Kommentare über die Verbrecher des Sports, ihre Raffgier und das alle eingesperrt gehören. Beim Kicken ist das alles kein Problem. Schon das [...]
Zitat von sysopDPAErst waren sie nur national gesperrt, nun dürfen 41 Spieler aus Südkorea weltweit nicht mehr am Profifußball teilnehmen. Dieses Urteil fällte der Weltverband Fifa. Die Männer waren an Spielabsprachen in der K-League beteiligt. http://www.spiegel.de/sport/fussball/manipulation-im-fussball-fifa-sperrt-41-koreanische-spieler-weltweit-a-876568.html
Man stelle sich vor, die wären Radsportler. Aus allen Ecken kämen die Kommentare über die Verbrecher des Sports, ihre Raffgier und das alle eingesperrt gehören. Beim Kicken ist das alles kein Problem. Schon das Armstrongs Doping Arzt kommentarlos für die Spieler von Valencia arbeiten durfte, ohne das sich ein Fan zu Wort gemeldet hat. Das spricht für Lethargie der Szene. Ein Radfahrer brauchte nur den Name Fuentes fehlerfrei buchstabieren , schon wäre er hier von allen verflucht worden. Irgendwann kommt die Rechnung, spätestens wenn der ganze Müll nicht mehr unter den Teppich zu kehren ist.
2.
gog-magog 09.01.2013
Nicht dass ich den Betrug der Spieler irgendwie rechtfertigen wollen würde, aber irgendwie ist es beängstigend, dass die FIFA als nichtstaatliche Instanz weltweite Berufsverbote aussprechen kann und dem nirgendwo [...]
Zitat von sysopDPAErst waren sie nur national gesperrt, nun dürfen 41 Spieler aus Südkorea weltweit nicht mehr am Profifußball teilnehmen. Dieses Urteil fällte der Weltverband Fifa. Die Männer waren an Spielabsprachen in der K-League beteiligt. http://www.spiegel.de/sport/fussball/manipulation-im-fussball-fifa-sperrt-41-koreanische-spieler-weltweit-a-876568.html
Nicht dass ich den Betrug der Spieler irgendwie rechtfertigen wollen würde, aber irgendwie ist es beängstigend, dass die FIFA als nichtstaatliche Instanz weltweite Berufsverbote aussprechen kann und dem nirgendwo widersprochen wird.
3.
stefbar_ 09.01.2013
Und wussten Sie schon, dass die Fuentes "Kundenliste" nur zu 1/3 aus Radprofis bestand? Man munkelt dass zu seinen Kunden auch Fußballer vom FC Barcelona, aus Italien, England und diverse Leichtathleten [...]
Zitat von fussball11Man stelle sich vor, die wären Radsportler. Aus allen Ecken kämen die Kommentare über die Verbrecher des Sports, ihre Raffgier und das alle eingesperrt gehören. Beim Kicken ist das alles kein Problem. Schon das Armstrongs Doping Arzt kommentarlos für die Spieler von Valencia arbeiten durfte, ohne das sich ein Fan zu Wort gemeldet hat. Das spricht für Lethargie der Szene. Ein Radfahrer brauchte nur den Name Fuentes fehlerfrei buchstabieren , schon wäre er hier von allen verflucht worden. Irgendwann kommt die Rechnung, spätestens wenn der ganze Müll nicht mehr unter den Teppich zu kehren ist.
Und wussten Sie schon, dass die Fuentes "Kundenliste" nur zu 1/3 aus Radprofis bestand? Man munkelt dass zu seinen Kunden auch Fußballer vom FC Barcelona, aus Italien, England und diverse Leichtathleten gehörten... wird geschwiegen, obwohl die vollständige Liste bekannt ist. Traurig, traurig. Ich möchte gar nicht wissen, was auch den Spielern in der BuLi verabreicht wird.
4.
fussball11 09.01.2013
Erst betrügen und dann noch weitermachen? Wenn ich an einem Ort genug betrogen habe ziehe ich weiter und betrüge den Nächsten, oder wie stellen Sie sich das vor? Sollen die Doping Betrüger auch einfach weiter machen [...]
Zitat von gog-magogNicht dass ich den Betrug der Spieler irgendwie rechtfertigen wollen würde, aber irgendwie ist es beängstigend, dass die FIFA als nichtstaatliche Instanz weltweite Berufsverbote aussprechen kann und dem nirgendwo widersprochen wird.
Erst betrügen und dann noch weitermachen? Wenn ich an einem Ort genug betrogen habe ziehe ich weiter und betrüge den Nächsten, oder wie stellen Sie sich das vor? Sollen die Doping Betrüger auch einfach weiter machen können? Natürlich muss die FIFA sagen können " mit uns geht das nicht " Fußball können die ja weiter spielen, müssen nur einen Verband finden der solche Spieler sucht.
5.
fussball11 09.01.2013
Fuentes soll selbst noch 2002 und 2004, als Valencia spanischer Meister war und den UEFA Cup gewonnen hat, für diesen Verein gearbeitet haben. Er wurde dann von Dr. Luis del Moral abgelöst, der wiederum persönlicher [...]
Zitat von stefbar_Und wussten Sie schon, dass die Fuentes "Kundenliste" nur zu 1/3 aus Radprofis bestand? Man munkelt dass zu seinen Kunden auch Fußballer vom FC Barcelona, aus Italien, England und diverse Leichtathleten gehörten... wird geschwiegen, obwohl die vollständige Liste bekannt ist. Traurig, traurig. Ich möchte gar nicht wissen, was auch den Spielern in der BuLi verabreicht wird.
Fuentes soll selbst noch 2002 und 2004, als Valencia spanischer Meister war und den UEFA Cup gewonnen hat, für diesen Verein gearbeitet haben. Er wurde dann von Dr. Luis del Moral abgelöst, der wiederum persönlicher Sportarzt von Lance Armstrong war und deshalb im Zuge der Ermittlungen gegen Armstrong ebenfalls lebenslang gesperrt wurde. Damit macht man sich beim Fußball allerdings nicht verdächtig.

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