19.01.2013
FC Bayern
Nerlinger leitete Guardiola-Verpflichtung ein
Trainer Guardiola: Ab Sommer beim FC Bayern
Hamburg - Der FC Bayern war sich schon weit vor der Bekanntgabe der Verpflichtung von Pep Guardiola am Mittwoch mit dem Trainer einig. "Die Zusage war Mitte Dezember da - dann war es nur noch eine Formsache", sagte Uli Hoeneß im Interview mit dem TV-Sender LIGA total!. Der Bayern-Präsident nannte zudem Details über den Ablauf der Verhandlungen.
"Christian Nerlinger war im Sommer schon mal in Barcelona, um sich mit dem Bruder von Pep zu treffen und um auszuloten, wie die Situation ist", so Hoeneß. Nerlinger war Anfang Juli bei den Münchnern als Sportdirektor von Matthias Sammer abgelöst worden. Anschließend hätten laut Hoeneß mehrere Bayern-Verantwortliche mit dem spanischen Trainer verhandelt. "Das war eine Gemeinschaftsaktion des ganzen Clubs", so Hoeneß.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete zudem am Samstag, dass Guardiola schon bei einem Turnier in München vor zwei Jahren sein Interesse am FC Bayern bekundet habe. "I can imagine to work for Bayern", habe der Spanier demnach zu Hoeneß gesagt.
Effenberg als Co-Trainer im Gespräch
Guardiola hat in München einen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Offen ist nur noch, mit welchen Co-Trainern der 42-Jährige zusammenarbeiten wird. Zuletzt war der ehemalige Schalke-Profi Raúl als Kandidat gehandelt worden. Guardiolas Berater Josep Maria Orobitg hatte dies allerdings gegenüber der Zeitung "Marca" vor wenigen Tagen dementiert. Am Samstag kam das Gerücht erneut in spanischen Medien auf, diesmal wollte der Radiosender "Radio Nacional de Espana" erfahren haben, dass Raúl Guardiola nach München begleite. Eine Bestätigung fehlt dafür bisher aber ebenso wie eine zweite Quelle. Auch der ehemalige Bayern-Kapitän Stefan Effenberg wird angeblich mit den Münchnern in Verbindung gebracht.
Hoeneß sagte zu all dem: "Darum kümmere ich mich überhaupt nicht. Das ist Sache von Matthias Sammer, zusammen mit Pep Guardiola und Karl-Heinz Rummenigge, das alles zu klären." Zudem kritisierte der 61 Jahre alte Hoeneß die Unruhe im Umfeld seit der Bekanntgabe der Verpflichtung. "Seitdem der Name Guardiola in München rumspukt, drehen alle durch. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wir haben ihn, aber jetzt spielen wir erst mal wieder Fußball bis Ende Mai", so Hoeneß.
leh