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24.01.2013
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Spanischer Fußball

Real-Präsident dementiert Spieler-Revolte gegen Mourinho

DPA

Real-Trainer Mourinho: Seit Wochen massiv in der Kritik

Real Madrids Trainer José Mourinho steht massiv in der Kritik - doch Club-Präsident Florentino Pérez nimmt seinen Coach aus der Schusslinie und geht auf die Presse los. Einen Aufstand der Spieler gegen den Portugiesen gebe es nicht, stellt der Real-Boss klar.

Hamburg - Die Aufregung war groß: Kurzfristig hatte der Präsident von Real Madrid, Florentino Pérez, am Donnerstag für 13 Uhr zu einer Pressekonferenz geladen. Würde er die Trennung von Trainer José Mourinho verkünden? Das lag zumindest nahe, schließlich sieht sich der Portugiese seit Wochen heftiger Kritik seitens der Medien und der Öffentlichkeit ausgesetzt. Doch aus dem vermuteten Rauswurf wurde ein großes Dementi von Gerüchten.

"Meldungen, dass es ein Ultimatum der Spieler gibt, sind völlig falsch", sagte Pérez. Die spanische Sport-Tageszeitung "Marca", die dafür bekannt ist, immer bestens über Vorgänge bei Real informiert zu sein, hatte von einem Treffen zwischen dem Präsidenten, Manager José Ángel Sánchez sowie den beiden Real-Kapitänen Iker Casillas und Sergio Ramos am Dienstag berichtet. Dabei sollen die Spieler im Namen der Mannschaft sinngemäß zu Pérez gesagt haben: Entweder Mourinho geht oder wir.

"Das einzige Ziel dieses Berichts war, die prestigereichste sportliche Institution der Welt zu destabilisieren. Das sind sehr schwerwiegende Vorwürfe, und es sind Lügen", sagte Pérez und stellte klar: "Nur wir entscheiden über die Zukunft des Clubs." Zwar räumte der Präsident ein, es habe ein Gespräch von Casillas und Ramos mit der Vereinsführung gegeben. Dabei sei es jedoch um die Prämienregelung gegangen.

15 Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona

Mourinho war in den vergangenen Wochen mehrfach heftig kritisiert worden. Unter anderem, weil er Torwart-Ikone Casillas auf die Bank setzte, ohne dass es einen ersichtlichen Grund für eine Degradierung des Nationalkeepers gegeben hätte. Dazu kamen - trotz des Einzugs ins Pokal-Halbfinale am Mittwoch - viele sportliche Rückschläge. Titelverteidiger Real hat in der Tabelle bereits 15 Punkte Rückstand auf Erzrivale und Spitzenreiter FC Barcelona.

Mourinho war 2010 von Inter Mailand nach Madrid gewechselt und hatte vergangene Saison mit Real die spanische Meisterschaft gewonnen. Er ist der erste Trainer, der in vier großen Ligen in Europa den Titel gewann: In Spanien, Italien (mit Inter), England (mit dem FC Chelsea) und Portugal (mit dem FC Porto). Zudem gewann der 49-Jährige mit Inter und Porto die Champions League.

ham/sid

Forum

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insgesamt 7 Beiträge
1. Er ist der Größte
cativelos007 24.01.2013
Er hat nicht nur die Meisterschaften in Italien, Spanien, Portugal und Spanien gewonnen, sondern er ist auch jeweils Pokalsieger und Supercup-Gewinner mit den Teams geworden. Das IST ist großer Trainer.
Er hat nicht nur die Meisterschaften in Italien, Spanien, Portugal und Spanien gewonnen, sondern er ist auch jeweils Pokalsieger und Supercup-Gewinner mit den Teams geworden. Das IST ist großer Trainer.
2. Real
malcom1 24.01.2013
Es ist sowieso unverständlich was Real Madrid. Lt. El Pais vom 23.01.2013 bezahlt Real Madrid jedem Spieler für den Gewinn der Champion Leage sage und schreibe 500.000 Euro. Und für die spanische Meisterschaft nochmal 300.000 [...]
Es ist sowieso unverständlich was Real Madrid. Lt. El Pais vom 23.01.2013 bezahlt Real Madrid jedem Spieler für den Gewinn der Champion Leage sage und schreibe 500.000 Euro. Und für die spanische Meisterschaft nochmal 300.000 Euro. Dies sie zwar bei dem Tabellenstand sowieso nicht zahlen müssen. Und das bei der wirtschaftlichen Lage des Landes. Doch darüber soll sich jeder Leser den Kopf zerbrechen.
3. Solide?
merkel123 24.01.2013
Unlaengst war zu lesen, dass die Vereine der Primera Division allein beim pan. Staat Steuerschulden von rund 500 Mio. Euro haben. Wird wahrscheinlich auch frueher oder spaeter vom dt. Steuermichel ausgeglichen werden muessen...
Unlaengst war zu lesen, dass die Vereine der Primera Division allein beim pan. Staat Steuerschulden von rund 500 Mio. Euro haben. Wird wahrscheinlich auch frueher oder spaeter vom dt. Steuermichel ausgeglichen werden muessen...
4.
neologismix 24.01.2013
Ich bin auch ein großer Unterstützer der Fairplay-Regel wenn sie denn u.a. ausschliesst, dass "Sponsoren" einfach das x-fache des üblichen für Trikot-Werbung zahlen. Ich finde es nicht schön dass sich manche [...]
Zitat von malcom1Es ist sowieso unverständlich was Real Madrid. Lt. El Pais vom 23.01.2013 bezahlt Real Madrid jedem Spieler für den Gewinn der Champion Leage sage und schreibe 500.000 Euro. Und für die spanische Meisterschaft nochmal 300.000 Euro. Dies sie zwar bei dem Tabellenstand sowieso nicht zahlen müssen. Und das bei der wirtschaftlichen Lage des Landes. Doch darüber soll sich jeder Leser den Kopf zerbrechen.
Ich bin auch ein großer Unterstützer der Fairplay-Regel wenn sie denn u.a. ausschliesst, dass "Sponsoren" einfach das x-fache des üblichen für Trikot-Werbung zahlen. Ich finde es nicht schön dass sich manche Vereine durch Fremdkapital einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Da Sie sich gut auszukennen scheinen könnten Sie doch mal am Beispiel von Real erläutern inwiefern sich die Prämien nicht rechnen für diesen Verein der 11/12 512Mio Umsatz gemacht hat. Wieviel ist ein CL und Meisterschafts-Gewinn denn tatsächlich wert wenn nicht die genannten Summen?
5. optional
jumbing 24.01.2013
Es geht in Spanien beim Sport in allererster Linie darum, der "Marke Spanien" Glanz zu verleihen. Dies gilt für alle Sportarten und da ist wirtschaftliche Situation des Landes völlig außen vor, wenn nur das schon [...]
Es geht in Spanien beim Sport in allererster Linie darum, der "Marke Spanien" Glanz zu verleihen. Dies gilt für alle Sportarten und da ist wirtschaftliche Situation des Landes völlig außen vor, wenn nur das schon krankhaft übersteigerte Prestigbedürfnis befriedigt wird.

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