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02.02.2013
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Sieg in Hamburg

Lakic lässt Frankfurt träumen

DPA

Erst drei Trainingseinheiten hatte Srdjan Lakic bei Eintracht Frankfurt absolviert. In Hamburg war der neue Stürmer trotzdem der Mann des Spiels. Dank seiner Treffer gewann der Aufsteiger erneut und ist spätestens jetzt ein ernsthafter Kandidat für Europa.

Hamburg - Armin Veh wird es nicht gerne lesen. Aber seine Frankfurter, für die der Trainer einzig den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat, sind spätestens nach dem 20. Spieltag ein ernsthafter Anwärter für den Europacup. Warum? Weil die spielerisch ohnehin starke Eintracht jetzt offenbar auch noch den lange gesuchten, treffsicheren Stürmer gefunden hat.

In Hamburg erzielte der erst vor fünf Tagen verpflichtete Srdjan Lakic beim 2:0 (2:0)-Erfolg beide Tore. Es war schon der elfte Saisonsieg für den Aufsteiger. Der Tabellenvierte aus Frankfurt hat nun 36 Punkte auf dem Konto. Und Veh, der vor dem Spiel auf die Patzer der Konkurrenten betont defensiv reagiert hatte, bekommt langsam Probleme, das offizielle Saisonziel noch glaubhaft zu verkaufen. Denn die Fakten sind diese: sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenfünften Mainz, sieben Punkte sind es gar auf Rang sieben.

"Ich genieße einfach den Moment, natürlich bin ich glücklich, dass alles so angefangen hat. Wir haben gewonnen, ich habe zwei Tore geschossen, alles ist super", sagte Doppeltorschütze Lakic. "Ich will einfach nach vorne schauen, die Vergangenheit ist nicht mehr wichtig. Hier herrscht eine sehr gute Atmosphäre, wir werden versuchen, weiter so erfolgreich zu spielen."

Netter Nebeneffekt am Samstagabend war zudem, dass man einen Konkurrenten auf Distanz hielt. Der Hamburger SV hat beim x-ten Angriff auf höhere Tabellenregionen erneut einen Dämpfer erlitten. Trainer Thorsten Fink war ohnehin schon früh stocksauer. Milan Badelj holte sich in der 18. Minute die fünfte Gelbe Karte ab. In der nächsten Partie am kommenden Samstag wird der defensive Mittelfeldspieler fehlen, ausgerechnet beim Deutschen Meister Borussia Dortmund.

Hamburg verfehlt, Lakic trifft

Es war eine der wenigen aufregenden Szenen in der Anfangsphase, abgesehen von der besten Chance der Gäste. Eine Flanke von Sebastian Jung erwischte Lakic mit dem Kopf, doch der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Angreifer hatte Pech, der Ball verfehlte sein Ziel knapp (9. Minute). Doch Lakic, der bisher erst drei Trainingseinheiten mit seinem neuen Team absolviert hatte, machte es kurz darauf besser.

Stefan Aigner flankte in der 22. Minute scharf von der rechten Seite, Lakic grätschte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie: 0:1 (22.). Hamburg reagierte nervös, kam aber durch Artjom Rudnevs (26./34.) noch zu zwei guten Chancen. Die Gäste konnten sich auf Lakic verlassen, der nach erneuter Vorlage von Aigner per Kopf zu Stelle war und zum 2:0 traf (36.). Hamburgs Torwart René Adler verhinderte in der 39. Minute zudem mit einer starken Parade das mögliche 0:3 durch Aigner.

Frankfurt blieb auch in der zweiten Halbzeit die spielerisch deutlich überlegene Mannschaft. Alexander Meier (49.) traf nur den Außenpfosten, auf der anderen Seite parierte Eintrachts Torwart Kevin Trapp einen Kopfball von Heung-Min Son (50.). Frankfurt bekam Platz zum Kontern. Lakic bediente Meier, der an Adler scheiterte (54.).

Der HSV hatte durch den ansonsten schwachen Spielmacher Rafael van der Vaart die beste Chance nach dem Seitenwechsel. Der Niederländer scheiterte aber aus kurzer Distanz an Trapp (72.). Ein direkter Freistoß des 29-Jährigen landete nur am Außennetz (81.), einen Schuss des eingewechselten Marcus Berg hielt Trapp in der Nachspielzeit ganz stark (90.+1).

Hamburger SV - Eintracht Frankfurt 0:2 (0:2)
0:1 Lakic (22.)
0:2 Lakic (36.)
Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Bruma, Westermann, Jansen - Badelj (46. Beister) - Arslan (46. Rincón), Aogo (78. Berg) - van der Vaart - Son, Rudnevs Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Zambrano, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner (89. Celozzi), Meier, Inui (87. Russ) - Lakic (83. Matmour)
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 52.523
Gelbe Karten: Badelj (5), Bruma (1), Rudnevs (3) / Matmour (1)

chp

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