Lade Daten...
10.02.2013
Schrift:
-
+

Finalsieg gegen Burkina Faso

Nigeria gewinnt den Afrika Cup

AFP

Jubelnde nigerianische Nationalspieler: Sieg im Finale

Die Fußball-Nationalmannschaft Nigerias ist zum dritten Mal Afrikameister. Im Finale des Afrika Cups besiegten die Nigerianer Außenseiter Burkina Faso knapp und qualifizierten sich für den Confederations Cup. Ein besonderer Triumph war es für den Coach der "Super Eagles".

Hamburg - Stephen Keshi war vor dem Afrika Cup heftig kritisiert worden. Nigerias Trainer hatte auf etliche Profis verzichten, die in Europa spielen, und dafür sechs Spieler aus der heimischen Liga nominiert. Der Coach sollte die richtige Wahl getroffen haben. Im Finale der Afrikameisterschaft setzten sich die Nigerianer 1:0 (1:0) gegen Burkina Faso durch. Den Siegtreffer in Johannesburg erzielte Sunday Mba (40. Minute). Der 24-Jährige steht bei den Enugu Rangers unter Vertrag und nicht bei einem europäischen Club.

Für Nigeria war es nach 1980 und 1994 der dritte Titelgewinn. 1994 war Keshi Kapitän der "Super Eagles". Damit qualifizierte sich Nigeria als afrikanischer Teilnehmer für den Confederations Cup im Sommer in Brasilien (15.-30. Juni). Für Außenseiter Burkina Faso war Platz zwei dennoch der größte Triumph in der Fußball-Geschichte des Landes. In der Startelf Burkina Fasos standen Aristide Bancé von Bundesligist FC Augsburg sowie der frühere HSV-Profi Jonathan Pitroipa.

Im Endspiel im ausverkauften Stadion Soccer City musste Nigeria auf seinen Top-Stürmer Emmanuel Emenike verzichten, dessen Muskelverletzung eine Finalteilnahme unmöglich machte. Der Profi von Spartak Moskau hatte vier Tore auf dem Weg ins Finale erzielt. Bei Burkina Faso durfte Pitroipa trotz einer Gelb-Roten-Karte wegen einer vermeintlichen Schwalbe im Halbfinale mitwirken - die Sperre wurde aufgehoben, da der Schiedsrichter seinen Fehler zugab.

Favorit Nigeria dominierte die Anfangsphase der Partie, ohne die Überlegenheit nutzen zu könnten. Burkina Faso dosierte seine Offensivbemühungen, Bancé (24./27.) versuchte es mit Schüssen aus der Distanz, verfehlte das Ziel aber deutlich.

Sehenswert war Nigerias Treffer: Mba legte sich den Ball nach einem schnellen Angriff im Strafraum selbst vor und schloss mit links per Volleyschuss ins lange Eck ab. In der zweiten Halbzeit geriet Nigerias Erfolg nur noch selten in Gefahr. Bancé (57.) versuchte sich mit einem Kopfball. Deutlich näher am Torerfolg war Wilfried Sanou (73.), dessen Schuss nur knapp am Tor vorbeistrich. Die besseren Möglichkeiten hatten jedoch die "Super Eagles", bei denen Victor Moses und Brown Ideye (jeweils 86.) das 2:0 leichtfertig vergaben.

max/dpa

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
1. Na
kölschejung72 11.02.2013
Technisch teilweise briliante Spieler. Aber was den Spielaufbau, die Qualität der Torhüter angeht, würde keine der beiden Mannschaften bei einer Weltmeisterschaft die Gruppenphase überstehen. Die Passquote beider [...]
Technisch teilweise briliante Spieler. Aber was den Spielaufbau, die Qualität der Torhüter angeht, würde keine der beiden Mannschaften bei einer Weltmeisterschaft die Gruppenphase überstehen. Die Passquote beider Mannschaften war grauenhaft. Es wurde immer schön nach vorne gespielt auch wenn drei oder vier Gegenspieler den Passweg abgedeckt haben. Nigeria war im Vergleich beim Spielaufbau auf niedrigem Niveau deutlich besser als Burkina Faso. Hat die eigenen Angriffe zumeist aber durch Abseitspässe hergeschenkt.
2. Pitroipa und Sanou
fx33 11.02.2013
...waren Spieler des SC Freiburg. Pitroipa spielte anschliessend beim HSV, konnte sich dort aber nie so durchsetzen, wie beim SCF, und wurde dort nach 3 Jahren ausgemustert. Dass es nicht am Spieler lag, zeigt seine Erfolgsbilanz [...]
...waren Spieler des SC Freiburg. Pitroipa spielte anschliessend beim HSV, konnte sich dort aber nie so durchsetzen, wie beim SCF, und wurde dort nach 3 Jahren ausgemustert. Dass es nicht am Spieler lag, zeigt seine Erfolgsbilanz beim derzeitigen Verein Stade Rennes.
3. Glückwunsch Nigeria
cnaz 11.02.2013
Hab mir den Afrika Cup wie immer sehr interessiert angeschaut, danke an Eurosport das ihr diesen Wettbewerb immer überträgt! Bin ein sehr großer Fan des Afrikanischen Fußballs, technisch sind die zwar nicht sehr stark, aber [...]
Hab mir den Afrika Cup wie immer sehr interessiert angeschaut, danke an Eurosport das ihr diesen Wettbewerb immer überträgt! Bin ein sehr großer Fan des Afrikanischen Fußballs, technisch sind die zwar nicht sehr stark, aber das machen die durch Herzblut wieder weg die kämpfen bis zum Ende - hat man vor allem bei Äthiopien und Kap Verde gesehen. Glückwunsch an die Super Eagles zur 3. Afrika Meisterschaft!!!

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Video

Fotostrecke

Jetzt Fan werden!

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter RSS
alles zum Thema Afrika-Cup
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten