21.02.2013
Europaweites Turnier
München bewirbt sich als EM-Spielort 2020
Arena in München: Als Austragungsort der EM 2020 beworben
Hamburg - Im Sommer war München Austragungsort des Champions-League-Endspiels, nun soll in der bayerischen Stadt das nächste Fußball-Großereignis stattfinden. Als erste deutsche Stadt hat sich München offiziell für die Austragung der Europameisterschaft 2020 beworben.
"Die Bayern haben in unzähligen Gelegenheiten bewiesen, dass sie sehr tolerante Gastgeber sind. Das ist der stärkste Trumpf", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und Karl-Heinz Rummenigge, dem Vorstandschef des FC Bayern.
Gespielt werden soll dann in der 71.000 Zuschauern Platz bietenden Allianz Arena. "Es ist das Signal eines Weltvereins, einer Weltstadt und einer Weltregion", sagte Seehofer. Die öffentliche Hand bleibe bei einem Zuschlag für München größtenteils verschont: "Wir werden uns im Gegensatz zu Olympia-Bewerbungen nicht aus Steuermitteln bedienen müssen", sagte Seehofer. Rummenigge räumte der Bewerbung "ordentliche Chancen" ein.
München bewirbt sich für beide Austragungsoptionen
Die Bewerbung landet nun zunächst beim Deutschen Fußball-Bund. Bis September dieses Jahres muss der DFB dann seine Bewerberstädte für das Turnier bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) benennen. Die Kandidaten können sich sowohl um eines von zwölf Paketen mit drei Gruppenspielen und einem K.o.-Spiel in Achtel- oder Viertelfinale als auch um die Ausrichtung der Halbfinals und des Endspiels bewerben. Die Münchner hätten beschlossen, dass sie für beide Optionen ihre Unterlagen beim DFB einreichen wollen, sagte Rummenigge.
Die Uefa will die EM in sieben Jahren in 13 europäischen Ländern austragen lassen. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte zuletzt betont, die erste Variante zu bevorzugen. Als weitere mögliche deutsche Bewerberstädte neben der bayerischen Landeshauptstadt waren zuletzt auch Berlin, Dortmund und Stuttgart im Gespräch. Die Arenen in Hamburg und Gelsenkirchen kämen als Spielorte aufgrund ihres Fassungsvermögens ebenfalls in Frage.
leh/sid/dpa