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22.02.2013
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Tod eines 14-Jährigen

Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen Corinthians-Fans

Weil ihn beim südamerikanischen Copa-Libertadores-Spiel zwischen San José und Corinthians eine Leuchtrakete im Auge traf, starb ein 14-jähriger Fan im Fußball-Stadion. Nun sind zwei Corinthians-Anhänger wegen Mordes angeklagt worden, gegen zehn weitere wird ermittelt.

Hamburg - Zwei Fans des Club-Weltmeisters Corinthians aus São Paulo sind nach dem Tod eines bolivianischen Jungen wegen Mordes angeklagt worden. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft zehn weiteren Anhängern vor, die Tat vertuscht haben zu wollen.

Am Mittwoch war der 14-Jährige beim Copa-Libertadores-Spiel zwischen dem bolivianischen Club San José und Corinthians (1:1) ums Leben gekommen, nachdem ihn eine von Corinthians-Anhänger gezündete Leuchtrakete im Auge getroffen hatte. Das Projektil bohrte sich in den Kopf des jungen Bolivianers, er starb auf der Stelle.

Wie der südamerikanische Fußball-Verband Conmebol mitteilte, muss Corinthians wegen des tragischen Vorfalls alle seine Copa-Heimspiele vor leeren Rängen austragen. Bei Auswärtspartien dürfen die Gegner von São Paulo den Fans des brasilianischen Spitzenclubs keine Tickets verkaufen.

Bis zu einem abschließenden Urteil des Disziplinarkomitees des Verbands betreffen die Entscheidungen zunächst nur die laufende Saison des wichtigsten Vereinswettbewerbs im südamerikanischen Fußball. Corinthians, Verein des früheren Bundesligaspielers Paolo Guerrero, hat angekündigt, Einspruch gegen die Strafmaßnahmen einzulegen.

psk/sid

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