26.02.2013
Ex-Nationalspieler
Frings beendet seine Karriere
Hamburg - Torsten Frings hat seine Karriere beendet. Als Grund nannte der 36-Jährige den unerwartet langen Heilungsprozess nach einer Hüftoperation. "Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, doch ich denke, dass es das Beste für das Team und den Club ist, wenn ich den Weg frei mache", sagte Frings, der zuletzt Kapitän des FC Toronto in der Profiliga MLS und mit dem er 2012 kanadischer Meister geworden war.
Die längste Zeit seiner Profi-Laufbahn, während der er den Spitznamen "Lutscher" verpasst bekommen hatte, verbrachte Frings bei Werder Bremen, wo er von 1997 bis 2002 und von 2005 bis 2011 spielte. Mit Werder gewann der Mittelfeldspieler unter anderem zweimal den DFB-Pokal (1999 und 2009) und erreichte 2009 das Finale des Uefa-Cups, das Bremen gegen Schachtjor Donezk 1:2 nach Verlängerung verlor.
Von 2002 bis 2004 lief Frings für Borussia Dortmund auf, das für ihn eine Ablösesumme in Höhe von 8,5 Millionen Euro an Werder Bremen zahlte. 2005 spielte er für eine Saison für den FC Bayern (Ablösesumme 9,25 Millionen Euro). Mit den Münchnern gewann er das Double aus Meisterschaft und Pokal. Seine Karriere begonnen hatte Frings beim Traditionsclub Alemannia Aachen, für den er von 1990 bis 1997 als Stürmer aktiv war.
Zwischen 2001 und 2009 bestritt Frings 79 Länderspiele und erzielte dabei zehn Tore. Er stand unter anderem im WM-Finale 2002 und im EM-Endspiel 2008. Beide Spiele verlor die DFB-Elf. Bei der WM 2006 in Deutschland kam es im Anschluss an den Viertelfinalsieg gegen Argentinien (4:2 im Elfmeterschießen) zu einem Handgemenge zwischen Spielern und Betreuern beider Mannschaften. Frings schlug dabei den Argentinier Julio Ricardo Cruz und wurde deshalb für das Halbfinale gegen Italien gesperrt, das Deutschland 0:2 nach Verlängerung verlor.
Sein letztes Länderspiel absolvierte Frings am 11. Februar 2009 bei der 0:1-Niederlage gegen Norwegen. Im Januar 2010 teilte Bundestrainer Joachim Löw Frings mit, dass er nicht mit ihm für die WM 2010 plane - Frings' Ende im Nationalteam.
Frings will nun eine Trainerlizenz erwerben und dann als Coach arbeiten. "Jetzt kommt ein neues Kapitel in meinem Leben", sagte er.
ham/dpa


