Schrift:
Ansicht Home:
Sport

Gedicht zum Bundesliga-Spieltag

Handreichung zum Handspiel

Handspiel oder nicht - diese Schiedsrichterentscheidung sorgt regelmäßig für Diskussionen. So auch am 22. Spieltag. Unser Dichter am Ball beteiligt sich mit einigen klärenden Regeln.

imago/foto2press

Schiedsrichter Christian Dietz pfeift ein Handspiel

Von
Montag, 18.02.2019   09:49 Uhr

§1
Weil die Regeln unklar scheinen,
Gibt die Fifa heut bekannt:
Füße wachsen an den Beinen,
An den Armen wächst die Hand.

§2
Mit den Füßen dürft ihr kicken,
Mit dem Knie und Bein und auch
Mit der Schulter, mit dem Rücken,
Nacken, Hintern, Kopf und Bauch.

§3
Mit den Händen dürft ihr schmieren,
Nämlich buntes Gel ins Haar,
Und die Arme tätowieren.
Dafür sind die Hände da.

§4
Geht also die Hand zum Balle,
Dass er nicht mehr weiterfliegt,
Kann es sein im schlimmsten Falle,
Dass der Feind Elfmeter kriegt.

§5
Dies gilt, wenn die Hand die Fläche
Eurer Tattoos größer macht
und der Spieler im Gespräche
Mit dem Schiri hämisch lacht.

§6
Hand ist nicht, wenn massig Zeit ist
Zwischen Handkontakt und Schuss,
Doch der Schiri nicht bereit ist,
Weil er grade niesen muss.

§7
Hand ist auch nicht, geht im Fallen
An die Hand der runde Ball.
Dies gilt keineswegs in allen
Fällen und nicht überall.

§8
Heißt der Stürmer vorne Billy
Und der Abwehrspieler Peter,
Pfeift ein Schiri namens Willy
Praktisch immer Hand-Elfmeter.

§9
Geht die Hand bewusst vom Ball weg,
Doch der Ball bewusst zur Hand,
Hat der Ball wohl einen Knall weg.
So ein Ball ist unbekannt.

§10
Dieses sind die Paragrafen.
Also spricht das Sportgericht:
Wer die Hand nutzt, muss mit Strafen
Manchmal rechnen, manchmal nicht.

insgesamt 11 Beiträge
meresi 18.02.2019
1. Sehr schön
fast wie bei Bond. Geschüttelt nicht gerührt. Dies Handregel stößt vielen sauer auf. Vor allem die Auslegung. Für mich ist Hands, wenn die Hand eindeutig zum Ball geht um die Flugbahn dessen zu beeinflußen. Aber nicht wenn [...]
fast wie bei Bond. Geschüttelt nicht gerührt. Dies Handregel stößt vielen sauer auf. Vor allem die Auslegung. Für mich ist Hands, wenn die Hand eindeutig zum Ball geht um die Flugbahn dessen zu beeinflußen. Aber nicht wenn der Ball von einer Distanz innerhalb von 2 Meter mit hoher Geschwindigkeit und so...wie bitte soll ein Spieler reagieren von dieser Distanz? wenn Ball mit hoher Geschwindigkeit...oder ein Spieler fällt, versucht sich mit seinen Pratzerln abzustützen und bekommt diese unselige Kugel an den Arm. Das ist Schwachsinn. Manchmal hab ich das Gefühl viele Spieler versuchen besonders im Strafraum den Gegner den Ball absichtlich an die Hand zu spielen, irgendwie.
der_dr_Nickel 18.02.2019
2. Also wie früher...
...denn:(...)Wer die Hand nutzt, muss mit Strafen Manchmal rechnen, manchmal nicht.(...) ist doch nix neues. Neu ist lediglich dieser dümmliche Einsatz des VA, der ja eigentlich nur bei eklatanten Fehlentscheidung eingreifen [...]
...denn:(...)Wer die Hand nutzt, muss mit Strafen Manchmal rechnen, manchmal nicht.(...) ist doch nix neues. Neu ist lediglich dieser dümmliche Einsatz des VA, der ja eigentlich nur bei eklatanten Fehlentscheidung eingreifen soll. Ermüdend sind auch die ganzen Diskussionen in den einschlägigen Sportsendungen. Da wird mit einer Verbissenheit das eine Handspiel gegen das andere betrachtet und bewertet. Unnütz: Hand ist wenn der Schiri pfeift. Diese Weisheit ist schon seit Jahrzehnten gültig und hat immerhin auch die Hand Gottes hervorgebracht
mima84_84 18.02.2019
3.
Das Problem bei der Handspiel Regelung ist doch vollkommen offensichtlich: Strafbar ist nur das ABSICHTLICHE Handspiel, alles andere nicht. Der Schiedsrichter kann dem Spieler aber leider noch nicht in den Kopf schauen. Deshalb [...]
Das Problem bei der Handspiel Regelung ist doch vollkommen offensichtlich: Strafbar ist nur das ABSICHTLICHE Handspiel, alles andere nicht. Der Schiedsrichter kann dem Spieler aber leider noch nicht in den Kopf schauen. Deshalb muss er eben an Hand von Indizien entscheiden. Natürlich wird es da immer unterschiedliche Auslegungen von diesen Indizien geben. Ist blöd, aber leider alternativlos. Die einzige Alternative wäre, alle Handspiele unter Strafe zu stellen, mit dem Effekt, dass man immer versuchen wird, dem Gegenspieler im Strafraum an die Hand zu schießen... Ob das dann besser wäre...
Nonvaio01 18.02.2019
4. richtig
so sehe ich das auch, ich sehe das gelassen ob es nun gegen oder fuer mein Team ist. Mein Sohn schreit vorm TV....ich sage dann immer nur das das eh nichts aendert da kannst schreien soviel du willst, lerne es zu [...]
Zitat von der_dr_Nickel...denn:(...)Wer die Hand nutzt, muss mit Strafen Manchmal rechnen, manchmal nicht.(...) ist doch nix neues. Neu ist lediglich dieser dümmliche Einsatz des VA, der ja eigentlich nur bei eklatanten Fehlentscheidung eingreifen soll. Ermüdend sind auch die ganzen Diskussionen in den einschlägigen Sportsendungen. Da wird mit einer Verbissenheit das eine Handspiel gegen das andere betrachtet und bewertet. Unnütz: Hand ist wenn der Schiri pfeift. Diese Weisheit ist schon seit Jahrzehnten gültig und hat immerhin auch die Hand Gottes hervorgebracht
so sehe ich das auch, ich sehe das gelassen ob es nun gegen oder fuer mein Team ist. Mein Sohn schreit vorm TV....ich sage dann immer nur das das eh nichts aendert da kannst schreien soviel du willst, lerne es zu akzeptieren...;-) was schwer ist mit 9 jahren..;-)
gehdoch 18.02.2019
5. Ein schönes Gedicht
Inhaltlich korrekt und beim Lesen hatte ich viel Spaß! Danke :)
Inhaltlich korrekt und beim Lesen hatte ich viel Spaß! Danke :)

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP