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Bundesliga-Noten

Bayern-Block, Bailey, Bremen-Bändiger

Viele Bekannte in der Top-Elf des Spieltags. Der FC Bayern dominiert zumindest in der Offensive und der 35 Jahre alte Naldo wird immer mutiger. Hier ist die SPON11.

AP

Kingsley Coman (l.), Arturo Vidal

Von
Montag, 29.01.2018   15:24 Uhr

Insgesamt sei er zufrieden, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach dem 5:2 seines FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim: "Obwohl ich am liebsten zu Null spiele." Nun ja, man kann nicht alles haben. Immerhin haben sie den komfortablen Vorsprung von 16 Punkten auf den ersten "Verfolger" Bayer Leverkusen verteidigt und dürfen darauf hoffen, ihren eigenen Rekord aus dem Jahr 2014 noch einmal zu unterbieten. Damals war dem FC Bayern der Titel sieben Spieltage vor Saisonende schon nicht mehr zu nehmen.

Standesgemäß stellen die Münchner auch am 20. Spieltag den größten Block in der SPON11 des Wochenendes, die Offensive unserer Top-Elf trägt wieder mal mehrheitlich rote Trikots mit dünnen weißen Längsstreifen.

Neidisch dürfte Heynckes am Samstagabend ins Bremer Weserstadion geblickt haben, wo gleich zwei Teams zu Null gespielt haben. Hertha-Stammkeeper Rune Jarstein fehlt seinem Team aktuell wegen eines Muskelfaserrisses, Thomas Kraft vertrat den Norweger aber stark. 18 Torschüsse gaben die Werder-Spieler in den 90 Minuten ab, gleich sieben davon entschärfte Kraft. Der Videoschiedsrichter und in der Nachspielzeit Jordan Torunarigha halfen ein wenig mit, dass die Null am Ende stand. (Sie wollen wissen, wie der SPIX berechnet wird? Hier entlang).

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Zu Null gespielt hat auch der nach dem unbestechlichen Urteil des SPIX-Algorithmus stärkste Abwehrspieler des Wochenendes: Naldo hat sich den Maximalwert 100 nicht nur durch sein starkes Defensivverhalten verdient (neun klärende Aktionen, sechs eroberte zweite Bälle), sondern auch durch seinen inzwischen schon fünften Saisontreffer. Nur Stürmer Guido Burgstaller (7) traf bei Schalke 04 in dieser Spielzeit häufiger. Neben Naldo steht in der Spieltagself Jérôme Boateng. Dessen 2:2-Ausgleichstreffer gegen Hoffenheim bescherte dem Münchner den hohen Wert in der Kategorie "Torgefahr". (Für Boatengs bisherige Karriere gilt das weniger: Es war erst sein vierter Treffer im 234. Bundesligaspiel.)

Nach dem glücklichen Remis gegen den SC Freiburg mussten sich die Dortmunder Spieler Pfiffe von den Rängen anhören. Auch Jeremy Toljan, der dem BVB zumindest noch das Unentschieden gerettet hatte, war davon nicht ausgenommen. Ordentliche Werte in allen vier Unterkategorien, aber in keiner absolutes Top-Niveau - ein bisschen also wie Borussia Dortmund unter Peter Stöger. In der Gesamtschau war kein Außenverteidiger in Runde 20 besser. Philipp Max, der den Augsburger Ausgleich in Köln vorbereitete, glückte ebenfalls der Sprung in die SPON11.

Hannover 96 verliert das zweite Heimspiel der Saison - und Pirmin Schwegler soll der zweitstärkste defensive Mittelfeldspieler gewesen sein? Richtig. Der SPIX liefert dafür auch gute Argumente: Schweglers starke Passquote (92,5 Prozent), seine makellose Tacklingbilanz (drei von drei erfolgreich) und die beiden Torschussvorlagen, mit denen er Teamkollegen in Szene setzte. Besser war nur Frankfurts Omar Mascarell. Die Teamwertung auf dieser Position gewinnt allerdings der FC Schalke 04 mit Max Meyer auf dem dritten und Leon Goretzka auf dem vierten Platz des Rankings.

Der Blick auf die Außenbahnen: 25 Spiele in Serie hat Bayer Leverkusen zuletzt immer mindestens einen Treffer erzielt - neuer Vereinsrekord. Gegen Mainz 05 war es wieder einmal Leon Bailey, der das 0:0 von der Anzeigetafel schoss. Den ersten Treffer selbst erzielt, dazu noch drei Torschüsse von Mitspielern aufgelegt, selbst seine ungewöhnlich schlechte Dribblingstatistik konnte den Spitzenplatz im Ranking nicht mehr verhindern. Auf der anderen Außenbahn unser SPON11 der Woche steht der Mann, dessen Treffer Schwegler zwar nicht die persönliche Statistik, aber den Abend verdarb: Wolfsburgs Siegtorschütze Yunus Malli.

Und damit erreichen wir das vorderste Spielfelddrittel, in dem ausschließlich Spieler des FC Bayern zu finden sind: Arturo Vidal dirigierte die Münchner Aufholjagd, schoss viermal in Richtung des Hoffenheimer Tors, legte dreimal für Mitspieler auf - und erzielte das 4:2 persönlich. Am Chilenen führte auch diesmal kein Weg vorbei. Im Wortsinn: Neun zweite Bälle hat Vidal erobert, der zweitbeste Wert des Spieltags hinter Frankfurts Mascarell (12).

Die besten Vollstrecker heißen Robert Lewandowski und Kingsley Coman: Gegen Hoffenheim glänzte Lewandowski nicht nur mit dem 18. Treffer in seinem 19. Saisonspiel, sondern auch in ungewöhnlicher Rolle als Vorbereiter (dritter Assist der Spielzeit). Comans Zahlen sind ebenfalls eindrucksvoll: viermal abgeschlossen, alle vier Versuche gingen aufs Tor von Oliver Baumann, dazu hat Coman vier Abschlüsse aufgelegt. Mit Arjen Robben schaffte es übrigens noch ein dritter Bayern-Spieler in die Top 5 des SPIX-Stürmer-Rankings.

Nun, irgendwie müssen sich die 16 Punkte Vorsprung der Münchner ja auch erklären lassen.

Und das ist die SPON11 des 20. Spieltags:

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