Schrift:
Ansicht Home:
Sport

Bundesliga-Noten

Das ist die Topelf des 22. Spieltags

Dortmund, Bayern, Leipzig, Leverkusen, Wolfsburg: Fast alle Spitzenteams der Bundesliga sind in unserer Elf der Woche vertreten. Ein Hoffenheimer und ein Nürnberger erzielten Bestwerte auf ihrer Position.

REUTERS

Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia

Von Tobias Escher
Dienstag, 19.02.2019   12:01 Uhr

Die Meisterschaft ist wieder spannend! Da Borussia Dortmund gegen den Tabellenletzten Nürnberg nicht über ein 0:0 hinauskam, liegt der BVB nur noch drei Punkte vor den Bayern. Die Dortmunder befinden sich nach der starken Hinrunde in einer Formkrise.

Das unterstreicht auch unsere Elf des Tages. Während sie in der Hinrunde unsere SPIX-basierte Topelf dominierten, kommen sie in den fünf Rückrunden-Spielen nur auf fünf Nominierungen. Damit liegen sie hinter dem FC Bayern, der mit sieben Spielern in der Topelf vertreten war.

Was ist der SPIX?

SPIEGEL ONLINE hat ein Instrument entwickelt, um die Leistung von Fußballern auch jenseits von persönlichen Eindrücken zu bewerten: den SPIX. Er basiert allein auf Spieldaten. In die Berechnung fließen die individuelle Leistung sowie die seiner Mannschaft ein. Das Besondere: Der SPIX erfasst Daten nicht einfach nur, er beurteilt ihre Relevanz und Qualität direkt mit. Details zum Modell finden Sie hier:

Die Mannschaft der Stunde ist eine andere: Bayer Leverkusen stellte insgesamt neun Spieler. Unter dem neuen Trainer Peter Bosz blühen die Leverkusener auf und dominieren ihre Gegner. Mehr als tausend Pässe spielte das Team des Niederländers beim 2:0-Erfolg gegen Düsseldorf - Saisonrekord. Das belohnt unser SPIX.

Der erste Spieler in der Topelf ist ein Nürnberger. Drei Paraden der höchsten Kategorie legte Christian Mathenia gegen den BVB hin, zwei weitere schwierige Paraden gelangen ihm. Das ergibt für Mathenia den SPIX-Bestwert von 100. Die Nürnberger dürfen sich bei ihrem Torhüter bedanken, dass sie einen Punkt gegen den Tabellenführer holten. Vor allem Mario Götze verzweifelte an Mathenia.

Der SPIX unterscheidet zwischen den Werten "Balleroberung" und "Abwehrstärke". Anhand der beiden besten Innenverteidiger des Spieltags lässt sich der Unterschied zwischen den Werten erklären: Herthas Karim Rekik überzeugte vor allem außerhalb des Strafraums. Als Manndecker von Max Kruse waren drei von vier Tacklings erfolgreich, er fing drei Pässe ab und eroberte neun zweite Bälle. Sein SPIX in der Kategorie Balleroberung lag bei 98. Wolfsburgs Robin Knoche wiederum klärte im und um den eigenen Strafraum zwölf Bälle. Diese Aktionen am eigenen Sechzehner fließen in die Kategorie "Abwehrstärke" ein, bei dem Knoche einen Wert von 98 erreichte.

So mancher Leverkusener Spieler blüht unter dem neuen Trainer Peter Bosz auf. So auch Rechtsverteidiger Mitchell Weiser. Boszs Spielidee kommt dem früheren Berliner entgegen: Bei Ballbesitz sollen Leverkusens Außenverteidiger offensiv agieren, nach Ballverlusten sich direkt am Gegenpressing beteiligen. Das passt zur offensiven Spielweise Weisers. Er steht zusammen mit Bayern Münchens David Alaba in der Topelf.

Joshua Guilavogui ist der wichtigste Spieler des VfL Wolfsburg. Glauben Sie nicht? Es gibt eine simple Statistik, die seinen Wert unterstricht: Ohne Guilavogui holte der VfL in 15 Spielen 18 Punkte. Mit Guilavogui holten sie aus sieben Spielen 17 Punkte. Vor allem seine Fähigkeiten im Spiel gegen den Ball helfen der Mannschaft. Beim 3:0-Erfolg gegen Mainz eroberte Guilavogui zwölf zweite Bälle, mehr als jeder andere Bundesliga-Spieler am Wochenende. Der verdiente Lohn: seine erste Nominierung für die Topelf in dieser Saison.

Im Champions-League-Duell gegen Tottenham wurde Raphael Guerreiro erst in der 88. Minute eingewechselt, der BVB lag bereits hoffnungslos mit 0:3 zurück. Dass Lucien Favre ihn nicht früher brachte, verwundert angesichts der jüngsten Leistungen des Portugiesen. Auch gegen Nürnberg kurbelte er das Offensivspiel seiner Mannschaft an: Drei Chancen legte er auf, sorgte zudem mit seinen Dribblings für Gefahr. Er bildet zusammen mit Hoffenheims Nico Schulz die Flügelzange der Topelf.

Das offensive Mittelfeld ist fest in Hoffenheimer Händen. Die besten drei Spieler auf dieser Position standen allesamt in Julian Nagelsmanns Startelf. Nadiem Amiri (93) und Ishak Belfodil (99) müssen sich ihrem Teamkollegen Kerem Demirbay (100) geschlagen geben. Das Dreigestirn auf dieser Position beweist, wie offensiv Nagelsmann denkt. Gegen Hannover störten sie früh, schickten auch bei eigenen Angriffen sieben bis acht Akteure in die gegnerische Hälfte. Selbst der gegnerische Trainer Thomas Doll sagte nach dem Spiel, Hoffenheim hätte mehr als drei Treffer erzielen müssen.

Auch Yussuf Poulsen ist in Form. Leipzigs Stürmer erzielte beim 3:1-Sieg in Stuttgart seinen fünften Doppelpack in dieser Saison. Das ist umso bemerkenswerter, als dass Poulsen in seinen beiden ersten Jahren in der Bundesliga kein einziger Doppelpack gelang. Der Däne blüht in Ralf Rangnicks Pressing-System auf. Kingsley Coman komplettiert die Elf der Woche. Er war beim 3:2-Erfolg in Augsburg an allen drei Münchner Treffern direkt beteiligt (zwei Tore, ein Assist).

insgesamt 1 Beitrag
blueeye2001 19.02.2019
1.
Wahnsinn, war Mathenia gestern bärenstark! Ein ums andere Mal hat er die Gelben zur Verzweiflung gebracht. Weiter so!
Wahnsinn, war Mathenia gestern bärenstark! Ein ums andere Mal hat er die Gelben zur Verzweiflung gebracht. Weiter so!

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP